Die Gewinner...

Kylian Mbappé

Für Messi und Ronaldo bedeuteten die Achtelfinals Endstation: Die Mbappé-Show hingegen ging weiter bis zum WM-Titel. Verrückt: An der Heim-EM 2016 kannte noch kein Franzose den künftigen Superstar. Zwei Jahre später hat der 19-Jährige (!) beste Chancen auf die Krönung zum Weltfussballer.

   

Russland

Im Vorfeld verbot Englands Danny Rose seiner Familie die Reise ins Gastgeber-Land. Nach zwei Wochen in Russland schrieb er: «Kommt alle her!» Neben der Rolle als Gastgeber haben die von Kultcoach Tschertschessow traininerten Russen mit der Viertelfinal-Quali auch sportlich alle Erwartungen übertroffen.

         

Ivan Rakitic

Von Möhlin im Fricktal bis in den WM-Final: Das Märchen von Ivan Rakitić erreicht gestern seinen Höhepunkt. Zusammen mit Mittelfeldpartner Modrić bildet er das Herzstück der goldenen kroatischen Generation. Dabei hätte Rakitić auch für die Schweiz spielen können – aber das ist eine andere Diskussion ...

    

Europa

Seit dem Ausscheiden von Brasilien und Uruguay in den Viertelfinals
ist die WM eine Angelegenheit unter Europäern. Angesichts aufstrebender Länder wie Belgien und Kroatien dürfte sich das in Zukunft noch stärker akzentuieren. In Afrika und Asien hingegen muss man über die Bücher – chancenlos!

      

Eden Hazard

Der oft gehörte Vorwurf der destruktiven Spielweise gilt definitiv nicht für die Belgier. Mit offensivem Zauberfussball schafften sie den überfälligen Sprung in die Bel-Etage. Herausragend: Eden Hazard. Gefragt nach dem besten Gegenspieler nennen viele Verteidiger Hazard – und nicht Messi, Ronaldo oder Neymar.

  

... und die Verlierer

Joachim Löw

Ist er noch der richtige Trainer für Deutschland? Vor vier Wochen war die Frage ein Witz. Nun ist sie berechtigter denn je: Löw, seit zwölf Jahren im Amt, hat die Gefahr von «Erdo-Gate» und übersättigten Spielern nicht erkennen wollen. Resultat: Mit Karacho ins Verderben. Löw bleibt trotzdem Trainer.

   

Schweizer Fussballverband

In guten Zeiten rollt der Ball von selbst. In schwierigen Zeiten nicht. Der Schweizerische Fussballverband gab in der Doppeladler-Affäre ein lausiges Bild ab: nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. Sportlich wurde im Achtelfinal gegen Schweden die Riesenchance auf Image-Politur einmal mehr verpasst.

  

Neymar

Nach jeder Rolle fragen wir uns: Warum nur, lieber Neymar? Du bist gesegnet mit so viel Fussballtalent. Warum willst du jetzt auch noch als Schauspieler Karriere machen?
Insgesamt 15 Minuten lang lagst du am Boden. Hättest du die Zeit zum Spielen genutzt, wärst du vielleicht nicht im Viertelfinal ausgeschieden.

Argentinien

2014 noch WM-Finalist. Und 2018? Ein wahnsinnig talentierter, aber zerstrittener Haufen mit dem Hahnenkampf zwischen Lionel Messi und Trainer Sampaioli als Sinnbild. Wenn wir uns dazu die Bilder des betrunkenen Clowns Maradona vor Augen führen –
we cry for you, Argentina!

   

Nikola Kalinic

Irgendwann holen die schlechten Manieren jeden ein. Zeit seines Fussballerlebens sorgte Kalinić für Skandale. Nun hat er den Salat: Weil er im Auftaktspiel gegen Nigeria
seine Einwechslung verweigert, schickt ihn Trainer Dalić nach Hause. Dort sieht Kalinić, wie Kroatien erstmals in den WM-Final stürmt.