Louis Probst

«Jetzt geht es los», freut sich Daniel Bieri, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bad Schinznach AG, vor dem Griff zum Spaten. Am Dienstag nach Ostern ist das Thermi geschlossen worden. Jetzt haben die Arbeiten für seine Verwandlung in eine Wellness-Oase begonnen.
«Die Bauzeit wird 18 Monate betragen», sagt Daniel Bieri. «Im Oktober 2011 wird die Eröffnung stattfinden. Die Bad Schinznach AG verbaut rund 17,5 Millionen Franken. Eine solche Grossinvestition ist nicht alltäglich. Aber es wird etwas Schönes geben.»

«Ergänzung zum Aquarena»

Die Idee sei es, mit dem neuen Thermi ein ergänzendes Angebot zum Aquarena zu schaffen, erklärt Daniel Bieri. «Man möchte in Richtung Ruhe und Erholung sowie Medical Wellness gehen. Im Thermi wird ein Bereich für Leute geschaffen, die Ruhe und Erholung suchen. Während das Aquarena weiterhin eine Zielgruppe anspricht, die vom Ein- bis zum Hundertjährigen reicht.» Daniel Bieri ist überzeugt: «Vom neuen Angebot werden nicht nur externe Gäste Gebrauch machen. Auch das Parkhotel wird profitieren.»

Hammam im Gewölbekeller

Herzstück des Umbauprojektes, das vom Büro Fontana und Partner (Flims) erarbeitet worden ist, wird gewissermassen das unter Denkmalschutz stehende Hofratsgebäude sein. Dieses Gebäude wird ausgehöhlt und inwendig komplett neu aufgebaut. Im Gewölbekeller wird ein Hammam entstehen, der mit einem Lift direkt mit einer Sauna im Dachgeschoss verbunden wird. Angebote, wie Massagen, Kosmetik, Coiffeur oder Podologie, werden das Hofsratsgebäude endgültig zur Wellness-Oase werden lassen. Das Gebäude wird zudem durch einen neuen Trakt mit dem Aquarena verbunden. Damit wird es künftig nur einen Haupteingang geben. Ein Verbindungstrakt wird auch zum Parkhotel gebaut. Neu angelegt werden die Becken des Thermi. Dabei wird ein Kaltwasserbecken erstellt. Um ein zusätzliches, 25 Meter langes Kaltwasserbecken wird auch das Aquarena erweitert.

Künftig auch kaltes Wasser

Mit den beiden neuen Becken wird nicht nur die Wasserfläche der Therme Bad Schinznach wesentlich vergrössert. «Die neuen Becken lassen sich bivalent - mit Thermal- oder mit Kaltwasser - nutzen», sagt Hansruedi Wyss, der Präsident des Verwaltungsrates der Bad Schinznach AG. «Damit können wir den eher schwachen Frequenzen im Sommer begegnen.»