Vor allem das Zusammenspiel von Computersimulation und späterer Umsetzung sei neu, sagte Carl Peter Cornelius von der LMU München. "Das ist bei so grossen Tumoren noch gar nicht angewandt worden", sagte der Mediziner. So habe man der Patientin mit Hilfe von Knochenteilen aus dem Wadenbein und Implantaten ein neues Gesicht gegeben.
Die 21-Jährige habe seit ihrem neunten Lebensjahr unter dem ständig wachsenden gutartigen Tumor gelitten, sagte Cornelius. Durch ihr völlig entstelltes Gesicht sei sie in der Dorfgemeinschaft zunehmend isoliert gewesen und habe nicht mehr die Schule besucht.
Mit einer ersten OP im August 2010 in München wurde der riesige Tumor entfernt, nach einer zweiten OP sind nun nach Angaben von Cornelius nur noch kosmetische Eingriffe notwendig. "Ich kann das Gefühl nicht beschreiben, das ist einfach unglaublich", sagte die junge Frau.
In spätestens drei Wochen soll die Behandlung, die von Sponsoren bezahlt wurde, laut Cornelius abgeschlossen sein und Tsehay in ihre Heimat zurückkehren.