Sie spielen, als ob sie schon immer dazu gehören. Integration klappt beim FC Basel spielend. «Wir haben irgendwie noch gar nicht realisiert, wie uns derzeit geschieht», sagt Stjepan Vuleta, der bereits im letzten Trainingslager mit der Elite dabei war. Den definitiven Entscheid haben die Spieler am Ende der Saison bekommen, in einem Einzelgespräch mit Trainer Heiko Vogel. «Er hat gesagt, dass die Zeit reif ist für den Übertritt zu den Profis», erinnert sich Simon Grether. Hier sind sie nun. Jetzt gehören auch sie zu den grossen, sind dort angekommen, wo sie immer hinwollten. «Ich war im Vorfeld des Trainingslager sehr nervös, weil ich nicht wusste, was da alles auf mich zukommen wird», gibt Grether zu. Zu verdanken hat das Trio den Sprung ins Profi-Kader den starken Leistungen mit der U21-Auswahl, die künftig in der 1. Liga Promotion spielen wird. «Wir hatten auch Glück, dass wir auf Positionen spielen, die in der 1. Mannschaft gefragt sind», sagt Mirko Salvi bescheiden.

Keine Illusionen

Illusionen macht sich das Trio aber nicht. Stürmer Stjepan Vuleta hat mit Alex Frei und Marco Streller zwei gestandene Routiniers vor der Nase, Mittelfeldspieler Simon Grether muss sich mit Gilles Yapi & Co. messen. Mirko Salvi ist hinter Yann Sommer und Neuzugang Germano Vailati die Nummer 3 im Basler Tor. «Für mich ist das ganze ein wichtiger Lernprozess, von dem ich nur profitieren kann», freut sich Salvi. Trotzdem glaubt das Trio fest an seine Chance.

Spieler wie Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka oder Yann Sommer haben gezeigt, dass mit Herz und Leidenschaft einiges erreicht werden kann. «Wir geben einfach in jedem Training Vollgas und schauen dann zu was es reichen wird», sagt Salvi. Vorerst werden die Youngsters weiter Spiele mit der U21 bestreiten, aber mit der ersten Mannschaft trainieren. Ob das Trio auch in der 1. Mannschaft zum Einsatz kommt, bleibt abzuwarten. Trainer Heiko Vogel macht seinen neuen Schützlingen Mut: „Bei mir geniesst jeder Spieler vollstes Vertrauen."

Die Zukunft wird zeigen, wo der Weg hinführt. Doch so weit wollen Vuleta & Co. gar nicht denken. Momentan wollen sie einfach nur geniessen, dass sie etwas geschafft haben, wovon tausende Junioren träumen. «Dafür sind wir auch extrem dankbar. Das ganze Vertrauen wollen und werden wir auch mit Leitung zurückzahlen», gibt sich das Trio kämpferisch.