Schwingen
Aktualisiert am 19.01.12, um 07:45 von Wolfgang Rytz
 

Schwingverband: Starke Turbulenzen im Hintergrund

Präsident Daniel Dreier veranlasste im Nordwestschweizer Schwingervorstand eine Ämterrochade. wr
Am Samstag findet die Delegiertenversammlung des Nordwestschweizer Schwingverbands statt. Nicht nur national, auch bei den Nordwestschweizern läuft die Zusammenarbeit der Funktionäre nicht einwandfrei. Doch Präsident Daniel Dreier gibt Entwarnung. von Wolfgang Rytz
 

Obwohl: Dreiers Jahresbericht sorgte für Aufsehen. «Leider sind nicht alle Vorstandsmitglieder mit gleichem Elan bestrebt, ihre Arbeiten korrekt und fristgerecht zu erledigen.» Solche offenen Worte sind vor einer Tagung der Schwinger selten zu vernehmen. Bahnt sich am Samstagabend in Döttingen gar eine turbulente Delegiertenversammlung an?

Vorstandsmitglieder mit fehlendem Elan

Daniel Dreier winkt ab: «Es gab Probleme mit einem Vorstandskameraden. Aber wir haben jetzt eine gute Lösung gefunden.» Ursache sei eine berufsbedingte Überlastung beim Basellandschaftlichen Kantonalpräsidenten Beat Zimmermann gewesen, der auf Nordwestschweizer Ebene als Kassier wirkt. Ab der DV übernimmt der Baselstädter Vertreter Felix Rappo, bisher Vizepräsident, das Kassieramt.

Abgänge im Nordwestschweizer Vorstand gibts somit erst in einem Jahr. Nebst Zimmermann tritt dann auch der Aargauer Präsident Marc Erni zurück. Dreier demissioniert in zwei Jahren und zeigt sich zuversichtlich, bis zu diesem Zeitpunkt einen valablen Nachfolger aufbauen zu können.

Matthäus Huber gefordert

Aber auch im schwingtechnischen Bereich lief im letzten Jahr nicht alles rund. Während die Solothurner und Baselbieter Schwinger auf kantonaler Ebene gut zusammenarbeiteten und entsprechend Fortschritte verzeichneten, gingen die Aargauer Sägemehlathleten eigene (Trainings-)Wege. Entsprechend verlor der Aargau in der Saison 2011 seine Vormachtstellung. Der Nordwestschweizer Präsident Daniel Dreier sah sich an der Aargauer Delegiertenversammlung gar genötigt, den Technischen Leiter Matthäus Huber auf die Probleme hinzuweisen.

«Der Aargauer Verband und seine Aktiven müssen einen höheren Aufwand betreiben», lautet seine Forderung. Trotzdem fiel die Aargauer Beteiligung beim ersten Nordwestschweizer Trainingszusammenzug in diesem Jahr ernüchternd aus. Da sah sich auch Stephan Strebel als Technischer Leiter der Nordwestschweiz veranlasst, bei Huber anzuklopfen. «Ich hatte ein längeres, konstruktives Gespräch mit Matthäus», bestätigt Strebel. Nun bleibt abzuwarten, ob sich die Aargauer Schwinger künftig für Trainingszusammenzüge erwärmen können.

(az)
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