Der FC Aarau scheint für den Rückrundenauftakt am nächsten Sonntag mit dem Spiel in Vaduz gerüstet. Zwar verlor die Mannschaft von Trainer René Weiler gegen den SC Altach mit 2:3, zeigte aber in der ersten Halbzeit eine starke Leistung. Weiler liess sein Team mit einem 4-1-4-1-System spielen, wobei das Vierermittelfeld mit Shkelzen Gashi, Alain Schultz, Aco Stojkov und Pascal Schürpf offensiv ausgerichtet war. Gute Ansätze zeigte die einzige Sturmspitze Nico Siegrist. Was das Spiel nach vorne betrifft, dürfte der FC Aarau in der Rückrunde zu den Topklubs der Challenge League zählen.
Offener Schlagabtausch
Weil auch der Leader der zweithöchsten österreichischen Spielklasse die Offensive forcierte, kam es auf dem Kunstrasen im Schachen von Beginn an zu einem offenen Schlagabtausch. Nach Gashis Penaltytreffer in der 3. Minute legten die Vorarlberger einen Zacken zu und gingen dank Toren von Patrick Scherrer und Petr Vorisek 2:1 in Führung. Kurz vor der Pause gelang Schultz mit einem weiteren Penaltytor das 2:2. Der Ausgleichstreffer war hoch verdient, denn die Aarauer hatten vor dem Wechsel ein Chancenplus.
Nachdem Weiler zu Beginn der zweiten Hälfte gleich neun Auswechslungen vornahm, kam es innerhalb des Teams zu einem Bruch. So entsprach der Siegestreffer der Altacher kurz vor Schluss durchaus dem Spielverlauf.
Die Qual der Wahl
Bezüglich Startformation fürs Vaduz-Spiel lässt sich Weiler nur bedingt in die Karten schauen. Im Sturm hat Siegrist momentan die eindeutig besseren Karten als Moustapha Dabo. Im Mittelfeld hat der FCA-Trainer die Qual der Wahl. Captain Sandro Burki ist in der Position des Scheibenwischers vor der Abwehr gesetzt.
Die Kernfrage lautet: Welche Spieler bilden die Innenverteidigung? Mit Daniel Fanger scheint ein Platz vergeben. Wer aber verteidigt neben dem früheren Luzerner? Juan Pablo Garat und Igor Nganga sind noch nicht in Topform. Mal schauen, welche Trumpfkarte Weiler im Ländle aus dem Ärmel ziehen wird.