Der STV Baden hat sich auf diese Saison hin mit dem Suhrer Urgestein und ehemaligen Captain Manuel Reichlin sowie dem deutschen Shooter Björn Navarin verstärkt. Mit dieser Vorwärtsstrategie kann das Minimalziel nur die Aufstiegsrunde sein. Dahin sind die Stadtturner auch auf guten Weg, ist doch nur noch der STV Willisau vor den Aargauern.

Vorne nie gepunktet

Doch der Schein trügt. Sowohl gegen Willisau als auch gegen Borba Luzern konnte sich das Team des ebenfalls NLA-erprobten Trainerduos Andreas Steiner und Adi Lehner noch nicht durchsetzen. Und die erste Partie gegen Pratteln in der altehrwürdigen, aber für höhere Ligen absolut ungeeigneten Aue in Baden ging klar verloren. Dies sollte sich endlich ändern, doch die Voraussetzungen waren denkbar schlecht, fehlten doch einige Akteure unter anderem der routinierte Kreisläufer Reichlin. So gingen die Gastgeber schnell mit 3:1 in Führung, doch die Badener liessen danach nicht mehr viel zu und mussten im ersten Durchgang nur gerade acht Gegentreffer hinnehmen. Goalie Benjamin Kropf, auch der NLA-erfahren, zeigte eine ganz starke Partie. Genauso wie der ehemalige Suhrer Thomas Schmid, der im Innenblock gnadenlos abräumte. «Wir hatten eine gute Abwehr, im Zusammenspiel mit einem starken Goalie», meinte Trainer Steiner und untertrieb damit fast.

Städtli drängt nach oben

Auch im zweiten Umgang liessen die Badener nichts mehr anbrennen. Und als es dann doch noch einmal kurz etwas eng wurde, konnten sich die Aargauer auf Björn Navarin verlassen. Der ehemalige Torschützenkönig der deutschen Bundesliga war für die einfachen Treffer ohne grossen Kraftaufwand zuständig.

Doch dies soll nur ein erster kleiner Schritt gewesen sein. «Wenn wir die Aufstiegsrunde erreichen, dann wollen wir natürlich auch aufsteigen», lässt Steiner keinen Zweifel an den Ambitionen. Und in der Vision 2022 des STV Baden ist die Rede vom führenden Verein in der Region. Dazu müsste man Endingen und Siggenthal überflügeln und im Oberhaus agieren. Doch vorerst wollen die Stadtturner einmal den Sprung in die NLB schaffen. Das dürfte jedoch nur gelingen, wenn man jetzt regelmässig auch gegen die Spitzenteams bestehen kann.