Die Halle gross, die Stimmung gut und zahlreiche Fans bereit zum Anfeuern. Und trotzdem gab es, wie erwartet, keine Überraschungen an der diesjährigen Schweizer Mannschaftsmeisterschaft im Judo. So holten sich die Männer der Nationalliga A des JJJC Brugg zum fünften Mal in Folge den Meistertitel.
Schon im Halbfinale gegen den JC Romont wurde ersichtlich, dass die Brugger ihren Gegnern überlegen waren. Jedoch wollten sich die Welschen nicht einfach so geschlagen geben und kämpften, was das Zeug hielt. Trotzdem landete früher oder später jeder Romonter auf dem Rücken. Somit war das Halbfinale für die Aargauer erreicht und auch Trainer Daniel Kistler war sichtlich zufrieden: «Die Chancen standen nicht schlecht, dass wir unser Ziel, den Einzug ins Finale, erreichen. Jetzt ist das erste Etappenziel geschafft.» Weiter fügte der Coach hinzu: «Das Finale wird nicht einfach werden, mit Morges gilt es, einen starken Gegner zu schlagen.»
Finale der Favoriten
Nach dem die Mannschaften gewogen wurden und die Kämpfer feststanden – bis 60 kg Michael Iten, bis 66 kg Benar Baltisberger, bis 73 kg Raphael de Moliner, bis 81 kg Martin Nietlispach, bis 90 kg Domenik Wenzinger, bis 100 kg Patrick Moser und über 100 kg Cyril Grossklaus – war den Athleten doch eine gewisse Anspannung anzumerken. Jedoch liessen sie sich nicht beirren und Trainer Kistler ermahnte die Judokas: «Also Jungs, volle Konzentration.»
Es war ein Finale der Favoriten und dies bekamen auch die rund 700 Zuschauer zu sehen. Die Brugger starteten gut in die Duelle und gingen mit 4:0 in Führung. Auch Morges ergab sich nicht einfach so und holte auf. Nun lautete der Zwischenstand nur noch – aus Sicht der Aargauer Judokämpfer – 4:2. Jedoch schlug dann Benar Baltisberger überraschend Mages aus dem Team der Waadtländer. Brugg war nicht mehr zu bremsen. Martin Nietlispach gewann, wenn auch nur knapp gegen Jashari. Domenik Wenzinger siegte gegen Strähler und Cyril Grossklaus setzte sich gegen Ben Said durch. Somit wurde der JJJC Brugg allen Erwartungen gerecht und holt sich zum fünften Mal in Serie die Goldmedaille an der Schweizer Mannschaftsmeisterschaft.