René Strickler habe in den vergangenen Monaten «intensiv versucht», für seine Raubtiere die zukünftige Standortfrage zu lösen, teilt die Raubtierpark Subingen AG am Donnerstag mit. 

Im Vordergrund steht für die AG nach wie vor der Kauf des Grundstücks in Subingen. Und hier gibts Neuigkeiten: «Es konnte jetzt eine Gruppe Schweizer Investoren gefunden werden, die bereit ist, die finanziellen Mittel zum Erwerb der Hälfte der insgesamt 50'000m2 grossen Landparzelle zur Verfügung zu stellen. Damit könnte der Raubtierpark der derzeit rund 16'000 m2 beansprucht in Subingen bestehen bleiben.» 

Wie Werner Ballmer, Verwaltungsratspräsident der Raubtierpark Subingen AG, auf Anfrage ausführt, wäre das Problem gelöst, «wenn die Espace Real Estate interessiert wäre, die Hälfte des Landes zu verkaufen». Ballmer spricht von «nicht einfachen Verhandlungen».

Victor Schmid, der Kommunikationsbeauftragte von Grundeigentümerin Espace Real Estate AG, erklärt auf Anfrage: «Aus unserer Sicht hat sich die Lage nicht verändert.» Aktuell würden keine Verhandlungen zum Verkauf des Grundstückes mit René Stricklers Raubtierpark Subingen AG stattfinden. Eine Aufteilung des Grundstückes könne sich die Espace Real Estate AG im Übrigen nicht vorstellen, so Victor Schmid.

Plan B vorhanden

Der Kauf der Hälfte der Parzelle wäre die Wunschlösung für René Strickler. Er hat mit seinem Team aber auch an einem Plan B gearbeitet. «Wir haben in den vergangenen Monaten acht Standorte genauer evaluiert», führt Ballmer aus. Die beste Zukunft wird im Standort Siky Ranch im Berner Jura (Crémines) gesehen. 

«Es haben intensive Gespräche mit der Gemeinde Crémines und dem Kanton Bern stattgefunden», sagt Ballmer. Zu den Fragen der Raumplanung will Ballmer derzeit noch keine Stellung nehmen.

Der Standort hat für die Raubtierpark Subingen AG am meisten Vorteile:

  • In Crémines soll die Zonenfrage zeitnah lösbar sein.
  • Raubkatzen könnten zusammen mit Raubvögeln und einheimischen Tieren die Siky Ranch zu einem attraktiven Ausflugsziel machen.
  • das Überleben der seit 45 Jahren bestehenden Siky Ranch könnte unterstützt und deren heute finanziell angespannte Situation gelöst werden.

Werner Ballmer über die Pläne des Raubtierparks Subingen

Werner Ballmer erkärt die Pläne des Raubtierparks entweder die Landparzelle in Subingen zu kaufen oder aber mit der Siky Ranch in Crémines zusammenzuspannen.

«Priorität hat nach wie vor der Kauf des Landstücks in Subingen», sagt Werner Ballmer. Die Investoren würden sowohl den Landkauf in Subingen als auch das Projekt in Crémines unterstützen, erklärt er. Weitere Angaben zu den Geldgebern will er nicht machen.

Sollte es auch im Berner Jura nicht klappen, gäbe es noch eine Möglichkeit in der Ostschweiz sowie einen Vogelpark in Norddeutschland, erklärt Ballmer. «Es muss eine Infrastruktur vorhanden sein und die Lösung müsste kurzfristig realisierbar sein.» (ldu/lfl/uby)

Strickler muss Raubtierpark definitiv räumen

Das Bundesgericht verbannt René Strickler und seine Raubtiere letztinstanzlich aus Subingen. Der Dompteur gibt aber immer noch nicht auf. (August 2016)