Die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn prüft derzeit eine Strafuntersuchung gegen jenen Jäger, der am 21. Januar oberhalb von Grenchen einen Hund erschossen hatte (wir berichteten). Die Polizei hat gegen den Jäger von Amtes wegen Anzeige erstattet, wie der Regionalsender Tele M1 berichtete.

Erschossener Stummeli: Jäger will Schadenersatz leisten

Bei dem Vorfall hatte der Jäger am Waldrand oberhalb Grenchens den Hund «Stummeli» erschossen, den er für einen Fuchs gehalten hatte. Am 28. Januar sei sie von der Stadtpolizei Grenchen für eine Einvernahme aufgeboten worden, sagt Hundebesitzerin Renate Moser gegenüber Tele M1. «Strafrechtlich ist es hier eine Sachbeschädigung», so der Aargauer Rechtsanwalt Reto Leiser. Er geht nicht davon aus, dass der Jäger verurteilt wird. Für die Schadenersatzforderung der Hundebesitzerin von rund 1800 Franken sieht der Anwalt aber gute Chancen. Den Betrag würde der Jäger auch bezahlen, wie er gegenüber Tele M1 sagt.

Renate Moser war damals mit fünf Hunden auf einem Spaziergang, als der Portugiesische Wasserhund «Stummeli» von einem Schuss getroffen wurde und starb. Der Schütze, ein Jäger aus der Region, hatte den kleinen Hund in der Dämmerung für einen Fuchs gehalten. «Ich bin selbst Hundehalter und ich würde so etwas nie mit Absicht tun», erklärte er damals gegenüber dieser Zeitung. (ldu)