Sonnenanbeter sollten sich diesen Winter besser nicht im Mittelland aufhalten. Trübe Wolken sorgen in der Regel für düsteres Wetter, wie Messungen von Meteo Schweiz seit November zeigen. Im Durchschnitt scheint die Sonne nur etwas mehr als eine Stunde pro Tag, In Beznau AG waren es täglich sogar nur 40 Minuten. Unterboten wird dieser Wert in der ganzen Schweiz nur noch von einer einzigen Gemeinde – von Boltigen im Süden des Kantons Bern. Dort schien die Sonne in diesem Winter nur eine halbe Stunde pro Tag.

Die engmaschigen Messungen von Meteo Schweiz zeigen aber auch, wo die Sonnenstuben der Schweiz liegen – im Tessin und Wallis. Rekordwerte verzeichnete die Messstation Cimetta auf 1661 Meter Höhe. Die Tessiner freuten sich über 423 Stunden strahlenden Wetters, das sind täglich über viereinhalb Stunden Sonnenschein.

Von den grossen Schweizer Städten macht wenig überraschend Lugano das Rennen (344 Stunden). Genf (156) liegt hingegen nur im tieferen Durchschnitt. In der Deutschschweiz dürfen sich die Berner auf den ersten Platz des Sonnenpodests stellen (179), gefolgt von Basel (158), Luzern (156) und St. Gallen (143). Erstaunlich oft schien die Sonne in der Deutschschweiz in Einsiedeln (220) und auch auf dem Säntis (287). Hingegen konnten sich Wintersportler in Elm bisher nur selten über tolles Skiwetter freuen. Lediglich 82 Stunden Sonnenschein mass die Station auf 958 Meter Höhe bisher in diesem Winter.