Grund seien ein Rückstau nach dem Eisregen vom Sonntag sowie Schnee und Minustemperaturen am Montag gewesen, sagte eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport. Die Auswirkungen des Winterwetters würden am Flughafen sicherlich auch noch am Dienstag zu spüren sein.

Betroffen seien Ziele in allen Teilen der Welt gewesen, teilen die Betreiber am Montag mit. In weiten Teilen Europas hatte es am Sonntag und Montag mehrere Zentimeter Neuschnee gegeben. Bereits am Sonntag waren in Frankfurt wegen Schnee und Eisregen zahlreiche Flüge annulliert worden.

An Europas grösstem Flughafen London-Heathrow wurden mindestens 175 Flüge wegen schlechter Sicht annulliert. Auch Paris, Amsterdam, München, Düsseldorf und Stuttgart strichen insgesamt Hunderte Flüge.

Auch Schweiz betroffen

Die Ausfälle und Verspätungen wirkten sich auch auf die drei grossen Schweizer Flughäfen in Zürich, Genf und Basel aus. In Zürich fielen je rund 30 An- und Abflüge aus; in Basel wurden etwa je zwölf ankommende und abgehende Flugverbindungen gestrichen; in Genf deren 25, wie den Internetseiten der Flughäfen zu entnehmen war.

Von den Annullationen betroffen waren die Verbindungen von und zu den Destinationen Frankfurt, Amsterdam, Paris, München und London.

Bahnverkehr beeinträchtigt

Auch Bahnreisende litten unter dem Winterwetter. Die Fahrpläne des Expresszuges zum Flughafen London-Gatwick und der "Eurostar"-Zugverbindung nach Brüssel wurden an die Wetterbedingungen angepasst.

Wegen des Winterchaos war auch in Belgien der internationale Zugverkehr stark beeinträchtigt. Hochgeschwindigkeitszüge des Thalys, der Brüssel mit Paris und Deutschland verbindet, verkehrten mit teilweise erheblichen Verspätungen oder gar nicht.

Moskau in Weiss

Auch Moskau meldete am Montag heftigen Schneefall. Dieser sorgte für zahlreiche Staus und Verkehrsunfälle. Innerhalb von vier Tagen seien in der russischen Hauptstadt etwa 50 Zentimeter Schnee gefallen, sagte am Montag Vize-Bürgermeister Pjotr Birjukow der Nachrichtenagentur AFP.

"Normalerweise fallen im Schnitt im gesamten Januar nur 42 Zentimeter." Seit Beginn des Jahres seien diesmal schon 65 Zentimeter gefallen. In Russland starben in diesem Winter wegen der Kälte bereits 180 Menschen.