Dies geht aus der Spitex-Statistik 2009 hervor, die das Bundesamt für Statistik am Dienstag veröffentlichte. Danach wurden für die Betreuung der 214'443 Klientinnen und Klienten total knapp 13 Millionen Stunden verrechnet, 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr.
Drei Viertel der Klientinnen und Klienten waren älter als 65-jährig. Für sie wurde über 80 Prozent der Zeit eingesetzt: 56 Prozent für die mindestens 80-Jährigen und 25 Prozent für die 65- bis 79-Jährigen. Nur gerade knapp ein Fünftel aller Arbeitsstunden wurden für Klientinnen und Klienten im erwerbsfähigen Alter oder für Kinder eingesetzt.
Die 80-jährigen und älteren Frauen beanspruchten mehr als doppelt so viele Leistungen der Spital-externen Pflege wie die gleichaltrigen Männer. Dies lässt sich zum einen mit der höheren Lebenserwartung der Frauen erklären. Sie pflegen zum anderen oft ihre - häufig älteren - Männer, so dass für diese weniger Spitex-Hilfe beansprucht wird.
Die Spitex wird von 576 Organisationen mit knapp 29'000 Mitarbeitenden gewährleistet. Dies entspricht 1,7 Spitex- Vollzeitstellen pro tausend Einwohner. Zum Vergleich: In Alters- und Pflegeheimen waren 9,9 Vollzeitstellen pro tausend Einwohner besetzt.
Die geringste Spitex-Versorgungsdichte mit rund einer Vollzeitstelle pro 1000 Einwohner weisen Aargau und Schwyz auf, die höchste mit über 3 Stellen pro 1000 die Kantone Jura und Genf.
Seit 1998 ist die Zahl der "privatrechtlich-gemeinnützigen" und "öffentlich-rechtlichen" Spitex-Organisationen um mehr als einen Drittel von 881 auf 576 im Jahr 2009 zurückgegangen. Dies geschah vor allem im Zuge von Fusionen.