Hilfswerke
Aktualisiert am 20.02.12, um 08:59
 

Glückskette hat über 28 Millionen Franken für Ostafrika gesammelt

Die Glückskette hilft den Menschen in den Flüchtlingslagern (Archiv)
Quelle: Keystone
Die Glückskette hat bisher über 28,4 Millionen Franken für die Hilfe in den Dürregebieten in Ostafrika erhalten. Davon setzte sie bislang 14,5 Millionen Franken für die Finanzierung von 17 Nothilfeprojekten ein, wie sie am Montag mitteilte.
 

Acht Partnerhilfswerke der Glückskette hatten ihre Arbeit seit der verheerenden Dürre im vergangenen Sommer 2011 in Somalia, Äthiopien und Kenia verstärkt: sowohl in den Flüchtlingslagern, als auch ausserhalb der Lager, in den von der Dürre am stärksten betroffenen Gebieten.

Im Zentrum der Unterstützung stand bisher die Nothilfe für die Flüchtlinge und für die von der Hungersnot betroffenen Menschen, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die Hilfswerke verteilen Nahrungsmittel, Wasser und Hygieneartikel; schwache und kranke Menschen werden medizinisch versorgt, Kinder erhalten Spezialnahrung und Impfungen.

Nahrung, Wasser, Saatgut

Die Ernährungssituation der hungernden Bevölkerung soll aber auch nachhaltig verbessert werden: Äcker werden gemeinsam mit der Bevölkerung für den Anbau von wuchernden Dornbüschen befreit, die Trinkwasserzufuhr und Wasserspeicher repariert oder neu aufgebaut und Wassertränken für das Vieh gebaut.

Zudem wird laufend Saatgut verteilt, um die landwirtschaftliche Produktion zu fördern. Die Hilfsarbeiten gingen weiter, obwohl die Hilfsorganisationen immer wieder mit Sicherheitsproblemen zu kämpfen hätten, schreibt die Glückskette.

Weitere Länder betroffen

Die Hungersnot in Ostafrika sei noch nicht ausgestanden und bereits seien acht weitere Länder in der Sahelzone von einer Dürre betroffen. Millionen von Menschen, besonders Kinder, seien gefährdet.

Nach Angaben von Hilfsorganisationen leiden schon jetzt sechs Millionen Menschen in Niger, Mali, Mauretanien und Tschad unter Hunger. Die Glückskette und ihre Partner vor Ort beobachten die Situation in Westafrika und klären mögliche Hilfseinsätze ab.

(sda)
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