Rückblick: Vergangenes Wochenende wärmten sich die Spieler vom FC Nötsch und FC Sillian- Heinfels für das anstehende Meisterschaftsspiel auf, als ein Gewitter aufzieht. Die Trainer rufen ihre Schützlinge in die Kabinen. Ein Knall, eine Stichflamme, dann liegen zwei Fussballspieler reglos am Boden liegen. Einer von ihnen ist Alexander Böhm.

Er hatte noch Glück im Unglück, wurde er vom Blitz «nur» gestreift. In einem Interview mit dem österreichischen TV-Sender ORF redet Alexander Böhm zum ersten Mal seit dem Unglück öffentlich. «Mir geht es gut. Ich bin nicht mehr auf der Intensivstation, das ist wichtig.»

Der 26-Jährige muss aber aufgrund anhaltender Kopfschmerzen und ärztlicher Untersuchungen noch eine Weile im Spital bleiben. Doch Böhm ist in Gedanken so oder so bei seinem Teamkollegen Thomas Walder: «Da es mir nun gut geht, gebe ich die Energie Tom.»

Ins Koma gefallen

Walder hat es um einiges schlimmer erwischt. Gemäss der Rettungssanität hat der 24-Jährige einen Kreislaufstillstand erlitten, als ihn der Blitz in der Brust traf. Puls und Atmung setzten aus, sodass er noch auf dem Platz wiederbelebt werden musste. Er befindet sich momentan im Koma auf der Intensivstation im Spital Klagenfurt.

Wie es sich anfühlt, vom Blitz getroffen zu werden, kann Böhm nur sehr schwer beschreiben: «Ich kann nicht sagen, wie sich das anfühlt. Ich verspürte überall ein Kribbeln und ich kann mich noch erinnern, dass jemand gesagt hat, dass es verraucht riecht. Aber ich habe alles nur mässig mitbekommen»

Trotz dieses Vorfalls, schaut der 26-Jährige optimistisch in die Zukunft. Aufs Fussballspielen kann er nicht verzichten. «Wichtig ist, gesund und fit zu werden. Viel wichtiger ist aber, dass Tom wieder auf die Beine kommt.»

Zusammen mit den Eltern von Thomas Walder wartet der Trainer Romand Told am Krankenbett: «Wir wollen derzeit nur sagen, dass er stabil ist. Was die Zukunft bringt, kann keiner sagen. Wir hoffen das Beste.»