Seit zweieinhalb Wochen befindet sich der beim Skifahren verunglückte Ex-Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher in der Aufwachphase aus dem Koma.

Die vorsichtig positiven Neuigkeiten werden nun durch eine möglicherweise folgenschwere Diagnose weggewischt: Schumacher soll an einer Lungenentzündung erkrankt sein. Das berichtet «bild.de».

Die Ärzte im Universitätsspital von Grenoble hätten die Lungenentzündung in der vergangenen Woche festgestellt und würden diese jetzt mit starken Antibiotika behandeln.

Wie gefährlich diese für Schumacher in seiner aktuellen Lage wäre, blieb zunächst unklar. Jedoch sei sie für Patienten, deren Körper bereits stark geschwächt sind, eine grosse Gefahr, so Prof. Heinzpeter Moecke, Leiter des Institutes für Notfallmedizin in der Asklepios Klinik Hamburg zu «Bild.de». Die Infektion könne im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Vor rund zwei Wochen wurden die Narkosemittel Schumachers reduziert. Managerin Sabine Kehm wollte den Bericht weder bestätigen noch dementieren.

Eine Quelle gab die "Bild" für ihre Informationen nicht an. Die Ärzte sollen Schumacher dem Bericht zufolge mit starken Antibiotika behandelt haben.

Ob die Aufwachphase wegen der Infektion unterbrochen wurde, sei nicht bekannt, hiess es.

Vor zwei Wochen hatte Kehm in der bislang letzten offiziellen Mitteilung zum Zustand des Formel-1-Rekordweltmeisters bestätigt, dass die Narkosemittel reduziert würden und die Aufwachphase eingeleitet wurde.

Schumi war am 29. Dezember beim Skifahren oberhalb von Méribel in Frankreich verunglückt. Der zweifache Familienvater erlitt dabei ein schweres Schädel-Hirntrauma. (nch)