Zürich
Aktualisiert am 14.02.12, um 12:51
 

Freie Wahl zwischen Kindergarten- und Grundstufenmodell

Die Zürcher Gemeinden sollen in Zukunft zwischen Kindergarten- und Grundstufenmodell wählen können.
Quelle: az Solothurner Zeitung
Die Zürcher Gemeinden sollen in Zukunft zwischen Kindergarten- und Grundstufenmodell wählen können. Die Kommission für Bildung und Kultur (KBIK) beantragt dem Kantonsrat, die gesetzlichen Grundlagen für ein Wahlmodell zu schaffen.
 

Das Modell «Grundstufe», das seit 2004 in 27 Gemeinden und 87 Klassen als Schulversuch läuft, umfasst die beiden Kindergartenjahre und das erste Jahr der Primarstufe. Die Kinder werden in altersdurchmischten Gruppen unterrichtet und bleiben je nach Entwicklungs- und Leistungsstand zwei bis vier Jahre in der Grundstufe.

Die am 15. März 2010 eingereichte kantonale Volksinitiative für die Weiterentwicklung der Kindergartenstufe (»prima-Initiative») verlangt eine flächendeckende Einführung der Grundstufe.

Die Regierung hat dazu zwei Varianten vorgelegt: eine Umsetzungsvorlage zur Volksinitiative und einen Gegenvorschlag, der den Gemeinden die Wahlfreiheit zwischen zweijähriger Kindergartenstufe und der dreijährigen Grundstufe gibt. Gemeinden können entweder zwischen Kindergarten und Grundstufe wählen oder auf ihrem Gebiet beides kombinieren.

Eine Mehrheit der KBIK befürwortet das Wahlmodell. Sie hält die Zusatzkosten für die flächendeckende Einführung der Grundstufe für «unverhältnismässig und nicht verantwortbar.» Nach heutigem Stand würden dadurch jährliche Mehrkosten von 62 Millionen Franken anfallen. Die Gemeinden müssten davon 49,6 Millionen Franken bezahlen, der Kanton 12,4 Millionen.

Eine Minderheit der Kommission aus Grünen und Teilen der SP beantragt dem Kantonsrat die flächendeckende Einführung der Grundstufe. Das Wohl der Kinder rechtfertige die Zusatzkosten. Als weitere Minderheit lehnt die SVP die Grundstufe ab und befürwortet das Kindergartenmodell. Die GLP lehnt ein Nebeneinander von zwei Modellen ab. (sda)

 

(az)
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