Ich mag Werbung. Ich gehöre nicht zu denen, die zum Kühlschrank rennen, wenn im Fernsehen Werbespots laufen, habe keinen «Stopp Werbung»-Kleber am Briefkasten und beachte auch die Werbung in der Zeitung. Und von A wie Alpkäse bis Z wie Zahnpasta kaufe ich alles, was als «neu» und/oder «verbessert» angepriesen wird.

Hingegen mag ich es gar nicht, wenn Werbung mich belehren und erziehen will. Zum Beispiel nicht zu rauchen, gesünder zu leben, abzunehmen, Sport zu treiben. All das reibt mir die Werbung aber jedes Jahr im Januar unter die Nase: Fernsehspots, die dank einem «feinen», in Wirklichkeit garantiert scheusslich schmeckenden Pulver «rasche und einfache Gewichtsreduktion» versprechen, zahllose Flyer von Fitness-Studios, die Rabatte anbieten, Diät-Tipps in allen Zeitungen und Zeitschriften.

Danke, ich verzichte! Werbung soll einem kein schlechtes Gewissen einbläuen, sondern eine Wohlfühl-Atmosphäre schaffen. Deshalb müsste Werbung für Diät-Produkte verboten werden. Zum Glück türmen sich in den Einkaufszentren neben der preisreduzierten Weihnachts-Schoggi schon die Fasnachts-Chüechli.