Telefonanruf gestern Abend. Einer der Keba-Einsprecher enerviert sich: «Die Situation ist ein totaler Skandal. Von uns will doch keiner, dass die Eishalle bereits um 16.30 Uhr geschlossen wird.» Es gehe doch nur um vergleichsweise kleine Eingeständnisse. Etwa, dass nach 20 Uhr im offenen Bereich kein Lautsprecher mehr zu hören sei. Oder dass man sie ernst nehme, mit ihnen spreche – und nicht nur einen einzigen Einsprecher zu den Einigungsverhandlungen einlade.

Es sieht ganz danach aus, dass viele der ursprünglich rund 100 Einsprecher darüber erschrocken sind, was sie ausgelöst haben. Auch die Verantwortlichen bei der Keba, der Stadt Aarau und der Gemeinde Suhr dürften nicht in den schlimmsten Träumen mit einem derartigen Szenario gerechnet haben.

Jetzt geht es darum, sich zusammenzuraufen. Aber wie sollen die Parteien das schaffen, wenn im Brügglifeld-Quartier über Jahre hinweg ein vergiftetes Klima entstanden ist? Wenn das gegenseitige Misstrauen so gross ist? Wenn die Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten klein ist? Und wenn die Interessen derart weit auseinandergehen?

Die Gefahr ist gross, dass unter den Einsprechern mindestens einer auf stur stellt. Das könnte weit schlimmere Folgen haben als im Fall des Fussballstadions Torfeld. Dort gab es – Stand heute – eine Verzögerung des Projektes. Im Fall der Keba könnten bald ganze Vereine verschwinden – und darum Hunderte von Jugendlichen ihr Betätigungsfeld verlieren.

Zum Nachlesen: Weshalb haben sich die Ereignisse innert weniger Tage derart überstürzt?

«Eine Katastrophe – vor allem für die Jungen»

An einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz am Donnerstagnachmittag verkündeten die Verantwortlichen das Keba-Lichterlöschen. Im Beitrag von «Tele M1» sagen auch Einsprecher, worum es ihnen geht. (16.2.2017)

Keba Aarau: Behördenschlamperei?

Seit November ist die neu sanierte Kunsteisbahn Aarau in Betrieb. Wegen einem Planungsfehler drohen der Anlage nun eingeschränkte Öffnungszeiten.