Zwar betont der Gemeinderat, dass die Schulpflege noch Abklärungen treffen will und ihre Einschätzung in seinen Entscheid, wo die Geltwiler Schülerinnen und Schüler im neuen Schuljahr den Unterricht geniessen werden, einfliessen wird. Tatsächlich dürften die Würfel aber bereits gefallen sein: Die Schule Buttwil ist massiv günstiger als die Privatschule, sie bietet Gewähr für eine langfristige Lösung, und der Transport ist über die bestehende Postautolinie bereits gewährleistet. Es ist der pragmatische Weg.

Das Konzept der Privatschule Sonnenweg von Angela Fisch scheint vielen auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig. Es ist allerdings nicht so weit entfernt von demjenigen der jetzigen Gesamtschule und erstaunlich nah an jenem vor einigen Jahren, als man noch gar keine Leitbilder schrieb. Unter den Lehrpersonen Martin Geiger und Käthi Holzgang wurde ziemlich genau diese schülerorientierte, naturverbundene und persönlichkeitsbildende Art Schulunterricht mit gutem Erfolg praktiziert. Weshalb also, nach den gemachten, guten Erfahrungen, nicht den Versuch mit der Privatschule wagen? Das Risiko wäre vertretbar, schliesslich könnte man schon nach einem Jahr doch noch den Weg mit einer Nachbarschule gehen, sollte das Projekt nicht klappen.

Die Bereitschaft für dieses Wagnis fehlt. Vielleicht auch einfach die Energie dazu. Nach bald über einem Jahrzehnt engagiertem Kampf für die Erhaltung der Schule sind Ermüdungserscheinungen, auch und vor allem in der Bevölkerung, festzustellen. Man will keine Experimente, sondern endlich eine klare, dauerhafte, einfache Lösung. Der Anschluss an eine öffentliche Schule in einer der Nachbargemeinden bietet das. Wenn man sogar noch Geld spart, ist die Unterstützung durch eine Mehrheit nicht mehr weit. Auf jeden Fall, und das unterstrichen die Vertreter der Schulen Beinwil und Buttwil gleich selber, sollten die Kinder an einem einzigen Ort unterrichtet werden und nicht ein Teil in Beinwil und ein Teil in Buttwil.