Souverän, effizient und überzeugend. Anders kann man den Auftritt des FC Arsenal vom Montagabend im Schlagerspiel gegen Manchester City nicht bezeichnen. Die hochgelobte Truppe aus Nordengland wurde mit einer 1:2-Niederlage wieder nach Hause geschickt und die Londoner konnten so den Anschluss an Tabellenführer Leicester City halten. Somit grüsst Arsenal an Weihnachten vom zweiten Tabellenplatz. Die letzten beiden Male, als dies der Fall war, wurden die Gunners danach Meister.

Besser könnte es also für den FC Arsenal momentan fast nicht laufen. Aber eben nur fast. Denn die Londoner haben viele Verletzte zu beklagen. Vor allem im zentralen Mittelfeld gehen Arsène Wenger langsam die Spieler aus. Mit Santi Cazorla (Knie), Francis Coquelin (Knie) und Mikel Arteta (Wade) fallen gleich drei potentielle Stammspieler aus. Während Arteta wohl bald wieder auf den Platz zurückkehren kann, ist mit Cazorla und Coquelin nicht vor März 2016 zu rechnen.

In einer Liga wie der englischen Premier League, in der es keine Winterpause und damit keine Zeit für die Regeneration jener Spieler gibt, die momentan stark belastet werden, wiegen so viele Verletzungen noch schwerer. Denn es sind nicht nur die drei Mittelfeldspieler Coquelin, Cazorla und Arteta, die verletzt sind, sondern insgesamt gleich sieben Spieler.

Deshalb will sich Arsenal im Winter unbedingt verstärken und den Kader breiter machen. Und die Londoner haben ihren Wunschspieler bereits gefunden: Mohamed Elneny, seines Zeichens Mittelfeldspieler des FC Basel.

Der Traum von der Premier League

Der «Daily Mirror» berichtete gestern von einem ernsthaften Interesse der Gunners am ägyptischen Nationalspieler. Bereits in der letzten Saison sollen Arsenal-Scouts Elneny des Öfteren beobachtet haben.

Elneny selbst liebäugelte bereits im Sommer mit einem Wechsel, wie er in einem Interview mit der «Cairo Post» sagte: «Ich habe diverse Angebote, die ich jetzt aber nicht offenlegen darf. Wenn das Transferfenster im Sommer offen ist, werde ich die Angebote mit meinem Agenten besprechen und das Beste aussuchen. Ich schliesse eine Rückkehr nach Ägypten aber aus, weil ich mir in Europa noch viele Träume zu erfüllen habe.»

Im selben Interview erklärte er dann auch gleich, wie einer dieser Träume aussieht: «Die Premier League ist ein grosser Traum für jeden Spieler, und ich hoffe, ich kann eines Tages dorthin wechseln.»

Mit dem Flirt mit Arsenal könnte er sich diesen Traum nun also erfüllen. Denn weil sich die Londoner die beiden teureren Möglichkeiten Victor Wanyama (Southampton) und William Carvalho (Sporting Lissabon) offenbar nicht leisten können oder wollen, hat Elnenys Verpflichtung höchste Priorität. Die «Basler Zeitung» schreibt heute, dass sich die beiden Clubs sogar schon geeinigt hätten und schreibt von einer Ablösesumme im zweistelligen Millionenbereich. Der «Daily Mirror» hingegen glaubt, dass man für Elneny «nur» 7,5 Millionen Franken bezahlen müsste.

Welcher Preis nun am Ende auch immer sein wird: Es wäre ein weiteres Beispiel für die exzellente Transferpolitik der Basler.