Einen besseren Rahmen für eine Begegnung zweier Welten konnten sich die Gäste der literarisch-musikalischen Matinee mit Nathalie Schmid und Lukas Merki kaum vorstellen: Fast wie in einem Ausstattungsfilm präsentierte sich das Dekor im Bären Birmenstorf, das reichhaltige Frühstück war wie in einem Stillleben in diese Szenerie eingebettet. Therese Siegrist vom Kulturkreis Birmenstorf hiess die beiden von der Pro Argovia Artists geförderten Künstler an diesem Sonntagmorgen auf charmante Art willkommen. Und sie freute sich, dass trotz eisiger Wetterverhältnisse fast 50 Gäste dieser Matinee-Premiere die Ehre gaben.

Die Ankündigung hatte nicht zu viel versprochen: Lukas Merki zauberte mit verschiedensten Hörnern, am Klavier und mit dem mystischen „Hang“ - einer Art kompakter Steelpan, die mit der Hand gespielt wird - vielfältige Klangbilder und Schwingungen in den Raum. Von diesen wurden die tiefgründigen Gedichte aus dem aktuellen Band „Atlantis lokalisieren“ von Nathalie Schmid getragen, umwoben und in Dialogen reflektiert, um sich schliesslich ganz in eigenen Gedanken und Empfindungen der Zuhörenden aufzulösen. Ein wunderbar meditativer Morgen im Freundeskreis und mit fein assortiertem Bären-Frühstück - Sternstunden, die allen Gästen in diesen kalten Tagen viel Wärme mit auf den Weg gaben.

Ernst Bannwart