Die Vorräte für den kommenden Winter seien wesentlich grösser als im letzten Jahr, als der Streusalzbezug zeitweise kontingentiert werden musste. Derzeit lagern in den Salinen Schweizerhalle BL und Riburg AG derzeit 105'000 Tonen - letztes Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 45'000 Tonnen.
«Zusammen mit den gut gefüllten Lagern der Werkhöfe wird dieser Vorrat für einen normalen Winter reichen», sagte Lieberherr. Zudem sind die Rheinsalinen derzeit daran, sich Streusalz im Ausland zu sichern, das im Winter importiert werden kann. Dies darum, weil die Rheinsalinen zur Zeit nur mit halber Kapazität produzieren. Zwar werden in Schweizerhalle täglich 1000 Tonnen gefördert, doch liegt die Produktion in Riburg noch immer still. Die Ersatzmaschinen nahmen noch im Testbetrieb Schaden.
Kompressoren als eine Art Wärmepumpe
Die Kompressoren dienen als eine Art Wärmepumpe: Sie nehmen Dampf aus den Verdampfern auf, in denen Salz mittels Verdampfen der aus dem Boden gepumpten Sole gewonnen wird, und verdichten diesen. Der Dampf kann dann zum Heizen des Verdampfers ein zweites Mal verwendet werden.
Warum die aus Titan gefertigten Schaufelräder der Kompressoren Schäden davontrugen, ist derzeit nicht bekannt. Probleme habe es indes auch schon in anderen Salinen gegeben; moderne Turbinen seien anders als die alten noch in Schweizerhalle verwendeten Maschinen hochtourig und würdenoffenbar «am Limit fahren».
Vollbetrieb nicht vor Dezember möglich
Lieberherr hofft, in der ersten Novemberhälfte zumindest mit einem der beiden Kompressoren in Riburg wieder in den Probebetrieb gehen zu können. Ein Vollbetrieb sei aber wohl nicht vor Dezember möglich. (sda)