Die damals im nordöstlichen Erzurum stationierten Soldaten waren zuvor wegen "Verfassungsbruchs" schuldig gesprochen worden, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag meldete.

Seit dem Umsturzversuch Mitte Juli wurden in der Türkei rund 41'000 Verdächtige wegen mutmasslicher Beteiligung an den Putschplänen oder wegen angeblicher Unterstützung der Gülen-Bewegung festgenommen. Diese macht die türkische Regierung für den Umsturzversuch verantwortlich.

In mehreren türkischen Städten laufen derzeit Prozesse gegen mutmassliche Putschisten. Kritiker werfen der Regierung vor, den gescheiterten Militärputsch als Vorwand zu nutzen, um ihre Gegner zum Schweigen zu bringen.

Hunderte Geschäftsleute im Visier

Erst am Donnerstag erliessen die türkischen Behörden Haftbefehle gegen 380 Unternehmer. Ihnen werden Verbindungen zu dem im US-Exil lebenden Prediger Fethullah Gülen vorgeworfen.

Nach Berichten staatlicher Medien ergingen die Haftbefehle wegen Finanzierung von Gülen-Einrichtungen. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, zeitgleich mit den Haftbefehlen seien Anordnungen zur Durchsuchung der Privat- und Geschäftsräume der Beschuldigten erteilt worden.

Am Morgen war schon der Medienkonzern Dogan ins Visier der Ermittler geraten. Unter dem Vorwurf der Unterstützung Gülens wurden der Chefjustiziar und ein früherer Vorstandschef festgenommen.