Der ehemalige Sicherheitschef Libyens schätzt, dass mindestens 500'000 seiner Landsleute als Flüchtlinge versuchten, Europa zu erreichen, wie die Online-Ausgabe der «Daily Mail» schreibt. «Darunter gibt es viele Terroristen, zwischen 10 und 50 pro 1000», schätzt er. Diese würden in ganz Europa verstreut leben. «Innerhalb ein oder zweier Jahre wird es einen weiteren 11. September geben», sagte der 42-Jährige. 

Gaddafi vermutet zudem, der IS könnte im Besitz von 6000 Fass Uran sein, welche zuvor unter der Kontrolle der staatlichen Streitkräfte waren. Auch wenn es den Dschihadisten nicht gelänge, dieses zu waffenfähigem Material zu machen, so wäre nach seiner Ansicht ein Verkauf möglich, etwa an Nordkorea. «Sie sind nicht dumm. Sie wissen, wie man Geld macht.»

Nach dem Sturz seines Cousins herrscht in Libyen ein Macht-Vakuum, dass zunehmend vom IS gefüllt wird. Erst vor kurzem hatte der IS ein Video mit der Enthauptung von 21 koptischen Christen veröffentlich. In Europa wird seither wieder über eine militärische Intervention nachgedacht. 

Ahmed Gaddafi amtete unter der Herrschaft von Muammar Gaddafi als Sicherheitschef des Landes. Er galt als einer der engsten Vertrauten des Diktators. Seit dem Sturz seines Cousins lebt er im ägyptischen Exil. Bei den Anhängern des Gaddafi-Clans geniesst er hohes Ansehen. Diese machten gemäss eigenen Angaben etwa ein Drittel der libyschen Bevölkerung aus. (cze)