Dem Kernkraftwerk Leibstadt ist es schon lange ein Anliegen, die auf dem ganzen Werkgelände verstreuten Büroprovisorien aufzuheben und in einem einzigen Gebäude zusammenzufassen. Dieses Anliegen wird mit dem geplanten vierstöckigen Neubau erfüllt. Wo heute noch eine Tiefgarage steht, wird ein Komplex mit Personalrestaurant und Grossraumbüros erstellt.
Im Erdgeschoss des 66 Meter langen und 23 Meter hohen Gebäudes aus Stahl, Beton und Glas befinden sich Foyer und Personalrestaurant mit 150 Sitzplätzen und den dazugehörigen Nebenräumen. Im ersten Stock entsteht eine Galerie mit zusätzlichen 50 Plätzen, die von den Restaurantbesucherinnen und -besuchern genutzt werden können. Im dritten und vierten Obergeschoss sind die dringend benötigten Grossraumbüros mit Schulungsräumen, Sitzungszimmern und einem Aufenthaltsbereich untergebracht.
Sicherheitskontrollen entfallen
Das alte Bürogebäude wird im bisherigen Rahmen genutzt, das jetzige Personalrestaurant wird in zusätzliche Büros umgestaltet. Die gedeckte Garage muss dem Neubau weichen. Wo Ersatz geschaffen wird, ist laut Auskunft von Karin Giacomuzzi, Leiterin Information im KKL, noch nicht definiert. Der Neubau wird mit einer Passerelle mit dem Hauptgebäude verbunden und liegt ausserhalb des Nuklearbereichs. Dadurch entfallen die für die Büroangestellten aufwändigen Sicherheitskontrollen.
Bewilligungsbehörde für das von einem Zürcher Architekturbüro verfasste 20-Millionen-Projekt ist das Eidgenössische Nuklearinspektorat (Ensi). Um seiner Informationspflicht nachzukommen, legt der Gemeinderat Leibstadt die Baugesuchsunterlagen bis 29. Februar auf der Kanzlei zur öffentlichen Einsichtnahme auf.
Der Terminplan sieht vor, dass mit den Abbrucharbeiten für die Tiefgarage im März begonnen wird. Die Hochbauarbeiten werden im Mai in Angriff genommen. Der Neubau mit Büros und Personalrestaurant soll gemäss Terminplan Anfang 2014 fertiggestellt sein.