Mit einem grossen Plakat im Schaufenster der ehemaligen Metzgerei Städler an der Schwertgasse wird angekündigt, dass schon bald in einem Comestibles-Geschäft eingekauft werden kann. Verantwortlich für diese Neuerung ist die «Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach und Baden». Vor rund zwei Jahren kaufte sie die Liegenschaft «zum alte Maa» in der Absicht, einen Beitrag zur Belebung des Einkaufsortes Bad Zurzach zu leisten.
«Der Flecken muss unbedingt als Einkaufsort erhalten werden», hält Stiftungsratsdirektor Stephan Güntensperger fest. Ursprünglich sei geplant gewesen, die Lokalität zu verpachten. «Es stellte sich aber heraus, dass es schwer ist, einen Pächter zu finden, der sich im Feinkost-Bereich auskennt und bereit ist, im Flecken Bad Zurzach ein Geschäft zu eröffnen», sagt Güntensperger. Nach einjähriger vergeblicher Suche entschied sich die Stiftung, einen anderen Weg zu gehen, um doch noch das Ziel eines Delikatessenladens in Bad Zurzach zu erreichen. «Mit der jetzigen Lösung tragen wir die betriebswirtschaftliche Verantwortung selber und stellen jemanden an, der den Laden für uns führt», erklärt Güntensperger. Die Stiftung sei mit einem Interessenten im Gespräch, ein Vertrag sei aber noch nicht abgeschlossen.
Die Ansiedlung eines Comestibles-Geschäfts im Flecken Bad Zurzach begründet der Stiftungsdirektor mit dem Hinweis, in der Öffentlichkeit sei mehrfach bedauert worden, dass das Delikatessengeschäft Perlini vor Jahren seine Türen schloss. Zudem sei es wichtig, einen Laden zu haben, der von der Kundschaft täglich aufgesucht wird und so für genügend Publikum im Flecken sorgt.
Sieben neue Geschäfte
Die Stiftung Bad Zurzach betätigt sich seit einiger Zeit als Pate für neue Geschäfte in Bad Zurzach. 2008 mietete die Stiftung die Liegenschaft des ehemaligen Schuhgeschäfts Binder an der Schwertgasse und sorgte dafür, dass sieben Kleingewerbler einen Laden betreiben können, ohne von den Mietzinsen erdrückt zu werden.
Auch die Liegenschaft «zum Storchen» an der Hauptstrasse befindet sich im Besitz der «Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach und Baden». Bis vor Kurzem war ein Jeansladen im Gebäude einquartiert. Konkrete Pläne für die Ansiedlung neuer Geschäfte in diesem Haus bestehen laut Stiftungsdirektort Güntensperger nicht.
Die «Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach und Baden» bezweckt unter anderem, die Entwicklung der Kurorte Bad Zurzach und Baden zu fördern. Dazu gehört nach Meinung Güntenspergers auch, entsprechend den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten für eine Belebung des Detailhandels im Flecken zu sorgen. Mit dem bisher Erreichten zeigt er sich zufrieden: «Wir sind auf gutem Weg, versuchen aber, noch mehr Geschäfte in den Ort zu locken.» Er hofft, dass die Bevölkerung die bestehenden und die neuen Einkaufsmöglichkeiten nutzt und so ihren Teil dazu beiträgt, dass der Flecken seinen speziellen Charme bewahren kann.