«Hoffentlich schaffen wir es, genügend Leute in die Halle zu locken. Mindestens ein Dutzend Menschen brauchen wir schon, damit wir die Partei gründen können», sagt Pascal Zöbel. Am 15. März soll im Mehrzweckgebäude Staltig die SVP-Ortspartei gegründet werden.
Zum Initiativkomitee zählen neben Pascal Zöbel sein Bruder Fabian sowie Stefan Bürgler und Grossrat Walter Deppeler. «Er war von der Idee begeistert. Wir trafen uns im November nach den Nationalratswahlen und haben dann beschlossen, das Projekt in Angriff zu nehmen.» Dass die Partei ausgerechnet jetzt gegründet werden soll, habe nichts mit dem Abschneiden der SVP an den nationalen Wahlen zu tun. Die Idee habe er schon länger gehabt, sagt Zöbel. «Und die SVP hat gar keine Niederlage erlitten, wie manche Leute behaupten. Wir sind noch immer die stärkste Partei. Und das mit Abstand. In unserem Dorf sowieso.»
Zöbel glaubt, dass die Partei-Gründung in Tegerfelden manchen Menschen missfallen könnte. «Es wird wohl Gegenwind geben. Aber das macht nichts. So entsteht hoffentlich ein Diskurs. In unserem Dorf hat das politische Leben bisher gefehlt.»
«Ich vertrete eine klare Linie»
Es sei nicht die Idee des Initiativkomitees, dass die Partei künftig den Gemeinderat attackiert, wie das in anderen Gemeinden im Kanton der Fall sei. Der Gemeinderat, dem er angehört, sei ja bereits bürgerlich. «Unser Ziel ist es, SVP-Leute für öffentliche Ämter zu portieren. Und wir möchten die Politik der SVP ins Dorf bringen.»
Pascal Zöbel möchte sich nicht festlegen, ob es sich dabei um die zürcherische oder die bernerische, um die radikale oder die gemässigte Parteilinie handeln werde. «Ich persönlich vertrete aber schon eine klare Linie, zum Beispiel im Asylbereich. Wir haben hier in Tegerfelden zwar keine Probleme mit Ausländern, aber Flüchtlinge kosten halt schon viel Geld.» Ehe die Ortspartei gegründet werden soll, wird sich das Initiativkomitee noch einmal treffen und den Ablauf der Veranstaltung besprechen.
Fest steht, dass Nationalrat Hansjörg Knecht als Referent auftreten wird. Zöbel: «In unserem Dorf gibt es viele SVP-Wähler und SVP-Sympathisanten. Wir hoffen, dass viele von ihnen bei der Gründung mithelfen.»