Endingen
Aktualisiert am 22.02.12, um 12:24 von Pirmin Kramer
 

Die Fachhochschule gibt der Kreisschule Surbtal ein gutes Zeugnis

Schulpflegepräsidentin Lydia Spuler vor dem Endinger Schulhaus. ZA
Für einmal erhielten nicht die Schüler Noten: Experten nahmen die Kreisschule Surbtal unter die Lupe. «Wir sind stolz auf das Ergebnis», sagt die Schulpflegepräsidentin Lydia Spuler. Bemängelt wurde nur der fehlende Konfliktmanagementprozess. von Pirmin Kramer
 

Die Experten des Kantons haben die Kreisschule Surbtal im letzten Jahr unter die Lupe genommen – jetzt sind die Ergebnisse präsentiert worden. Erfreulich für die Verantwortlichen: Sechs von sieben der geprüften Bereiche wurden mit einer grünen Ampel und somit positiv bewertet. «Wir sind stolz, dass das Resultat gut ausgefallen ist, denn die Evaluation fiel in eine schwierige Zeit», sagt Schulpflegepräsidentin Lydia Spuler.

Kopfzerbrechen habe ihr letztes Jahr die Schulleiter-Frage bereitet. Lange Zeit war dieser Posten nicht besetzt. «Wir haben befürchtet, dass sich dies negativ auf die Beurteilung auswirken könnte», erzählt Spuler.

Kritik am Qualitätsmanagement

Die Prüfer der Fachhochschule Nordwestschweiz haben nun aber nur das schulinterne Qualitätsmanagement kritisiert – mit einer gelben Ampel. Dringende Massnahmen sind nicht nötig, aber dieser Bereich müsse im Auge behalten werden. Bemängelt wurde, dass ein «durchgängiger, umfassender Konfliktmanagementprozess fehlt». Es fänden bei Schwierigkeiten zwar Mitarbeitergespräche statt, aber die Koordination könnte noch verbessert werden, erklärt Spuler. Schulpflege und Schulleitung haben bereits angekündigt, «angemessene Schritte einzuleiten». Man werde jetzt neue Strategien erarbeiten.

Positiv aufgefallen ist den Experten des Kantons, dass die Schülerinnen und Schüler sich an den Oberstufen-Schulen in Endingen und Lengnau weitgehend wohlfühlen. Zu diesem Ergebnis sind sie durch Gespräche mit Schülern und Eltern gekommen. «Die Schüler schätzen die unterstützende und anregende Lernatmosphäre mit ihren schulischen Anlässen», heisst es im Bericht.

Keine rote Ampel für die Schule

Zudem haben die Prüfer die Lehrer gelobt. Die grosse Kontinuität im Kollegium sei Ausdruck einer hohen Arbeitszufriedenheit und eines guten Arbeitsklimas. «Es gibt einige Lehrer, die schon jahrzehntelang an unseren Schulen unterrichten», sagt Lydia Spuler. «Das beweist, dass die Kreisschule Surbtal ein attraktiver Arbeitgeber ist.»

Gute Noten wurden ausserdem beim Erreichen der Lernziele, beim Schul- und Unterrichtsklima, beim Arbeitsklima für Lehrpersonen und bei der Erfüllung der Aufsichtsfunktion erteilt. Eine rote Ampel blieb der Schule erspart – dann hätte dringender Handlungsbedarf bestanden. «Das gute Ergebnis der Evaluation bedeutet aber nicht, dass wir uns jetzt auf den Lorbeeren ausruhen dürfen», sagt Spuler. «Die Schülerzahl wächst stetig, und das fordert uns heraus.»

 

(az)
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