Schwingfest
Aktualisiert am 10.02.12, um 14:31 von Elia Diehl
 

Der Name des Siegermunis ist ein politischer Witz

Siegermuni für Nordwestschweizer Schwingfest in Döttingen
Auf dem Bild von links nach rechts: OK Präsident Markus Birchmeier, Muni Spender Erwin Baumgartner, Züchter Hubert Schneider
Quelle: Zur Verfuegung gestellt
Der Hauptpreis für das 105. Nordwestschweizer Schwingfest in Döttingen im August dieses Jahres heisst Ueli. Der 1000 Kilo schwere Muni wird im Mai offiziell getauft. Die Wahl des Namens war für den Preisspender quasi ein politischer Rache-Akt. von Elia Diehl
 

«Stolze 1000 Kilogramm bringt der zwei-jährige Stier der Rasse «Red-Holstein» auf die Waage. Und trotzdem muss der Muni vom Sonnenhof in Würenlingen ins Training. Hubert Schneider, Viehzüchter und Freund des Schwingsports, übt mit dem Schwergewicht für seinen Auftritt am Nordwestschweizer Schwingfest in Döttingen.

Training für den Siegermuni

«Im Stall läuft immer Radio, da hört er viele Stimmen und Musik», sagt Schneider. So gewöhne er das Tier an die Geräuschkulisse am Schwingfest. «Ich gehe mit ihm marschieren», das Laufen auf Rasen und an der Leine müsse geübt sein, erklärt Schneider. Aber der Muni sei von guter Abstammung, sein Vater Savart gehörte vor zwei Jahren zu den besten Stieren des Landes.

Ausgewählt wurde der Siegermuni vom Präsidenten des Organisationskomitees Markus Birchmeier. Es sei eine Tradition, dass der Sieger einen Muni bekomme, erklärt Birchmeier. «Der Verband erwartet mindestens drei Lebend-Preise. Es muss einfach ein prächtiges Tier sein». Heute entscheiden sich die Sieger aber meist für das Preisgeld, welches als Alternative zum Muni angesetzt wird. Auch Züchter Schneider erwartet, dass sein Stier bei ihm bleiben wird. «Sich zu trennen fällt schon schwer.»

Namensgebung mit Witz

Der Wert des Siegermunis Ueli ist am Döttinger Schwingfest mit 5000 Franken beziffert. Spender des Siegerpreises ist die Firma Heinz Baumgartner AG aus Tegerfelden, welche damit ihr 50-jähriges Firmenjubiläum feiert. Geschäftsführer und Gemeindeammann Erwin Baumgartner war es, der dem Stier seinen neuen Namen gab. Offiziell heisst der Muni aber erst nach seiner Taufe am 25. Mai.

Doch warum soll das Tier «Ueli» heissen? Der Spender und Namensgeber wollte es (noch) nicht verraten, die az weiss trotzdem Bescheid. Baumgartner wurde von einem Kollegen unlängst mit «Gemeinde-Muni» betitelt. Und wie hiess dieser Gemeinderatskollege wohl? Richtig, Ueli! So ist die Namensgebung durch den «Gemeinde-Muni» eine passende und spassige Retourkutsche unter Kollegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(az)
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