An der Schlussübung, die für einmal nicht aus Leiterndienst und Personenrettungen bestand, wurden beim Apéro im Feuerwehrmagazin Endingen 23 verdiente Feuerwehrleute aus dem Dienst verabschiedet. Die verbleibenden Feuerwehrmänner und -frauen bilden mit der bestehenden Feuerwehr Lengnau ab dem 1. Januar 2012 die neue Feuerwehr Surbtal. Diese neue Organisation, die zentral vom Magazin Endingen aus geführt wird, hat einen Bestand von 110 Leuten.
«Frag doch den Oski»
Eine Kameradin und 22 Kameraden verabschiedeten Feuerwehrkommandant Matthias Spuler. Unter ihnen befanden sich mit Oskar Umbricht und Jürg Mühlemann zwei Kaderleute. Oskar Umbricht hat nicht weniger als 31 Jahre Feuerwehrdienst geleistet. Und so hiess es dann ganz einfach, wenn etwas nicht ganz klar war: «Frag doch den Oski.» Während 18 Jahren stand Jürg Mühlemann im Dienste der Feuerwehr. Als Fahrzeugchef war er für seine Gewissenhaftigkeit bekannt. Mühleman wurde, wie alle Austretenden, mit einem Geschenk verabschiedet.
Matthias Spuler in allen drei Korps
Die Grüsse der beteiligten Gemeinden der neuen Feuerwehrorganisation überbrachte der Endinger Gemeindeammann Lukas Keller. Er hofft, dass der bekannt gute Geist von Identität und Kameradschaft weiterlebt. Eine Laudatio hielt Lukas Keller auf Matthias Spuler, den Noch-Kommandanten der Feuerwehr Unteres Surbtal, der ab nächstem Jahr Vizekommandant in der neuen Feuerwehrorganisation Surbtal wird. Damit habe Spuler alle drei Stufen von der beschaulichen Dorffeuerwehr bis zur regionalen Organisation durchlaufen.
Einige Zahlen zeigen Spulers grossen Einsatz für die Allgemeinheit eindrücklich: Seit dem Jahr 1983 absolvierte er nicht weniger als 309 Feuerwehrübungen, 82 Ernsteinsätze und fast zahllose Weiterbildungskurse. Seit sechs Jahren führt Matthias Spuler das Kommando der Feuerwehr Unteres Surbtal. Er sei für seine ruhige, kompetente Art bekannt, hob Lukas Keller die menschlichen Qualitäten von Spuler hervor. Hoch anzurechnen sei ihm die Bereitschaft, als Vizekommandant in der neuen regionalen Feuerwehr Surbtal mitzumachen und so eine reibungslose Zusammenlegung zu ermöglichen, sagte Gemeindeammann Keller.
Für seine wertvollen Verdienste wurde Matthias Spuler mit dem goldenen Strahlrohr geehrt, dies unter grossem Applaus der Mannschaft. Bevor es zum Abschlussessen ging, stürzten sich die austretenden Feuerwehrleute in die schwarzen alten Uniformen und posierten für ein
Erinnerungsfoto.