Reinach
Aktualisiert am 09.02.12, um 20:45 von Toni Widmer
 

Staatsanwaltschaft untersucht die Ursache des Postauto-Unfalls

Quelle: az
Beim Kreisel Spitalstrasse in Reinach ist ein Postauto verunfallt Quelle: Peter Siegrist
Die Ursache des Postauto-Unfalls vom Mittwoch in Reinach bleibt weiterhin offen. Das Fahrzeug wurde für die Untersuchung sichergestellt. Der Chauffeur befindet sich nach dem heftigen Aufprall im kritischen Zustand. von Toni Widmer
 

Aussagen zur Ursache des tragischen Postautounfalls von gestern Mittwoch in Reinach wären zurzeit rein spekulativ: «Es deutet zwar einiges darauf hin, dass ein technischer Defekt vorliegt. Grund für das Unglück könnten aber ebenso ein Fahrfehler oder ein medizinisches Problem des Chauffeurs sein», erklärte Bernhard Graser, Mediensprecher der Kapo Aargau.

Für konkrete Aussagen sei es noch viel zu früh: «Das Fahrzeug ist sichergestellt worden und wird jetzt genau überprüft. Die Untersuchung des Unfalls leitet die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm», erklärte Graser weiter.

Noch nicht zum Geschehen am Mittwochnachmittag befragt werden konnte der Chauffeur des Postautos, der beim Unfall schwer verletzt worden ist. Sein Zustand wurde heute als kritisch bezeichnet.

Auf Einführungstour

Das verunfallte Fahrzeug war laut Postauto Zentralschweiz in hervorragendem Zustand. Es habe erst wenige Kilometer auf dem Tacho und erst im Dezember den jüngsten Test auf der Motorfahrzeugkontrolle bestanden. Beim Lenker handelt es sich laut Postauto um einen sehr erfahrenen Chauffeur. Er arbeite zwar erst kurze Zeit bei der Firma, verfüge jedoch über langjährige Erfahrung auf solchen Fahrzeugen.

Weil er neu auf der befahrenen Route war, befand er sich am Mittwoch in Begleitung. Solche Einführungstouren seien üblich. Die Fahrer würden auf neuen Linien in den ersten Tagen von streckenkundigen Leuten begleitet. Im Gegensatz zum Chauffeur wurde der Begleiter nur leicht verletzt.

Unfallhergang: Das Postauto geriet auf der Spitalstrasse (orange) ausser Kontrolle, durchbrach die Bahnschranke, fuhr über den Kreisel (rot), touchierte eine massive Betonmauer und wurde von dort zurückgeworfen und abgedreht (gelb).Grafik: Barbara Adank

Das Postauto war am Mittwoch, kurz vor 13 Uhr auf der Spitalstrasse in Reinach ausser Kontrolle geraten. Es hatte erst eine geschlossene Bahnschranke durchschlagen und war dann in eine Mauer geprellt. Die Hauptstrasse in Reinach war für die Bergung bis 20 Uhr gesperrt.

(az Aargauer Zeitung)
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