Kaum zwei Monate sind vergangen, seit die Trienger Stimmbürger an der der Gemeindeversammlung eine Initiative annahmen, die der Initiantin des Windparks einige Steine in den Weg legt. Die Initiative verlangt nämlich einen Mindestabstand von Windkraftanlagen zu Wohnhäusern von 700 Meter. Um diesen Passus soll das Zonenreglement der Gemeinde Triengen nun ergänzt werden. Ein langwieriges Verfahren, das Jahre dauern könnte und schliesslich vom Luzerner Regierungsrat genehmigt werden müsste.

Windpark wird neu geprüft

Dieser Entscheid bedeutet nun, dass das bisherige Konzept mit den geplanten vier Standorten und die Machbarkeitsstudie keine Gültigkeit mehr haben. Konkret heisst das, dass die CKW einen Windpark im Gebiet Kirchleerau/Kulmerau unter den neuen Voraussetzungen neu prüft. Die Machbarkeitsstudie für das überarbeitete Projekt soll laut Protokoll in den nächsten Monaten erfolgen.

Paul Hürlimann habe an der Sitzung aufgezeigt, dass ein Waldgebiet auf dem Fuchshubel als einziges Gebiet in Triengen infrage käme, bei dem der Mindestabstand von 700 Metern eingehalten werde. Laut Protokoll werde abgeklärt, ob dort drei Windanlagen realisiert werden könnten, sodass die Bedingungen für einen Windpark erfüllt seien.

Abgeklärt werde auch, ob die Anlagen auf dem Fuchshubel zusammen mit den zwei Anlagen ob Kirchleerau einen Windpark bilden könnten, denn deren Abstand betrage 2,6 Kilometer. Der Standort auf dem Fuchshubel sei wegen der Windverhältnisse interessant, jedoch könne man erst nach weiteren Abklärungen definitiv sagen, ob das Projekt so Sinn mache oder nicht.

Initiative mit grossem Mehr angenommen

«Die CKW müsse nun in der Planung zwei Schritte zurückgehen, was zugleich eine Chance für die Begleitgruppe darstelle, sich noch mehr und vor allem von Anfang an in die Planung einzubringen», heisst es weiter. Die CKW wollte sich nicht weiter zum Entscheid äussern, weil dies nicht mit den Spielregeln der Begleitgruppe vereinbar wäre. Die Kommunikation erfolge über das Protokoll, das auf der Website aufgeschaltet werde.

Thomas Bühlmann, ein Initiant der Mindestabstands-Initiative, ist dankbar für den Entscheid der CKW. Man habe damit das Ziel erreicht: «Wir sind nicht Verhinderer von Alternativenergien und auch nicht von Windanlagen. Uns geht es darum, die direkt betroffenen Anwohner zu schützen.»

Die Trienger Gmeind habe die Initiative mit grossem Mehr angenommen. «Ich habe erwartet, dass die CKW diesen Volksentscheid akzeptieren wird.» Er finde den Entscheid der CKW, den Abstand von 700 Metern in Triengen in die weitere Planung mit einzubeziehen, ein gutes Signal – «eigentlich das einzig richtige Signal».