Hans Stuber (62) und Emilio Dainese (67) waren wütend nach der Gemeindeversammlung. Nie hätten sie gedacht, dass der Kredit von 35000 Franken zur Prüfung einer Fusion mit Unterkulm und Oberkulm abgelehnt würde. Noch bevor Dainese und Stuber den Fuss wieder auf die Strasse setzten, war der Beschluss gefasst: Wir ergreifen das Referendum.
Die beiden Teufenthaler stossen sich daran, dass nur sieben Prozent aller Stimmberechtigten über diese so wichtige Vorlage entschieden haben. «Der Entscheid hat sich gegen die Fusion gerichtet», sind die beiden überzeugt. Dabei sollen mit dem Kredit lediglich die Grundlagen für einen objektiven Entscheid für oder wider eine Fusion geschaffen werden. «Ich will wissen, ob eine Fusion für Teufenthal sinnvoll wäre», sagt Dainese.
Um diesen Entscheid objektiv fällen zu können, brauche es aber fundierte Grundlagen. Genau darum sammeln die beiden Teufenthaler, zusammen mit Dominic Zbinden und Martin Bruder, Unterschriften. 210 Namen müssten sie mindestens auf ihrer Liste haben, um eine Urnenabstimmung zu erreichen. Noch vor Weihnachten soll das der Fall sein.
Allfällige Abstimmung im März
Stuber und Dainese wohnen beide seit dreissig Jahren in Teufenthal. Emilio Dainese, ehemaliger Abteilungsleiter bei Swisslog, ist bereits pensioniert. Hans Stuber leitet ein Lüftungs- und Spenglerei-Unternehmen. Als Unternehmer ist für beide klar, dass im Leben immer geprüft werden muss, ob ein neuer Weg nicht der bessere wäre.
Dainese und Stuber betonen aber auch immer wieder, dass sie keine Unterschriften für eine Fusion sammeln, sondern für eine professionelle Abklärung, ob ein Zusammenschluss Sinn machen würde. «Hätte eine Fusion Nachteile für Teufenthal, wäre ich der Erste, der dagegen stimmen würde», sagt Stuber.
Wenn das Referendum zustande kommt, würden die Teufenthaler im März nochmals über den Kredit abstimmen. Unter- und Oberkulm würden auf diesen Entscheid warten und erst dann mit den Abklärungen für die Dreier- oder allenfalls eine mögliche Zweierfusion starten.