Muba in Basel
Aktualisiert am 04.02.11, um 18:43
 

Widmer-Schlumpfs Lieblingsstand gehört Wohler Kantischülern

Jonas Zimmermann und Luca Barro mit Bundesrätin Evelyne Widmer-Schlumpf.
Quelle: Kenneth Nars
Im Mittelpunkt des Interesses stand an der heutigen muba-Eröffnung der umstrittene Auftritt von Gastland Ägypten. Wieso die Bundesrätin gerne an der Messe einkauft und was politische Parteien an der muba verloren haben.
 

Punkt 10:30 Uhr eröffnete Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf feierlich mit dem obligaten Durschneiden eines weissen Bandes die 95. muba in Basel. Im Eiltempo erkundete sie anschliessend die Messe, begleitet von allerlei Prominenz, Security und viel Blitzlichtgewitter.

Obwohl jeder besuchte Stand im Voraus exakt eingeplant war, liess es sich die Bundesrätin nicht nehmen, für zwei Wohler Kantischüler eine Ausnahme zu machen und legte just an ihrem Stand einen ausserordentlichen Halt ein.

Sehr zur Freude der Kantischüler, die so Gelegenheit hatten, vor der Bundesrätin und unzähligen Kameras ihr erstes Produkt vorzustellen.

Kanti-Startup legt sich mit dem Schweizer Sackmesser an

Gemeinsam mit einigen Mitstreitern aus ihrer Wirtschaftsklasse haben Jonas Zimmermann und Luca Barro das Unternehmen "PractiCut" gegründet. Der Bundesrätin erklären sie, was es mit ihrem Produkt auf sich hat: In Schulalltag wie an der Uni störe es immer wieder, wenn keiner im passenden Moment eine Schere zur Hand hat. Logisch, denn in Rucksack oder Mappe hat nunmal keine ganze Büroausrüstung Platz.

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf über die muba, die BDP und Ägypten
Quelle: az

Auf der Suche nach einer Lösung entwickelten sie einen kleinen Schlüsselanhänger mit integrierter Klinge. Nur 0.2 Millimeter hervorstehend kann sie auch bei einem Missgeschick nicht verletzen und schneidet trotzdem jedes Papier.

Und weil in den kleinen Griff der Klinge doch eigentlich noch mehr reinpassen würden, haben sie gleich noch einen Flaschenöffner eingebaut: "Für den Mann", wie Zimmermann lachend anmerkt. "Für die Frauen haben wir ausserdem eine Version mit kleinem Spiegel und Nagelfeile im Sortiment", fügt Barro an.

Selbstverständlich gebe es den Cutter aber auch in einer klassischen Version, ohne weitere Gadgets.

"Frau Bundesrätin hat sich unsere Adresse geben lassen"

Eveline Widmer-Schlumpf war von Idee und Umsetzung sichtlich angetan: "Das gefällt mir sehr gut! Äusserst praktisch für Geschenkchen", hat sie zu den beiden gesagt - und sich die Anschrift des kleinen Wohlener Start-ups geben lassen. Barro und Zimmermann sind übrigens erst kürzlich in ihrem Unternehmen aus der Produktion ins Marketing gewechselt; Mission erfüllt. (mik)

Umstrittener Auftritt von Ägypten an der muba
Quelle: Keystone

(az)
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