Lenzburg
Aktualisiert am 16.02.12, um 07:33 von Fritz Thut
 

Stadtamman-Amt: FDP portiert Steinmann, SP kommt mit Mosimann

Martin Steinmann soll für die von Lea Grossmann präsidierte FDP Lenzburg das Ammannamt verteidigen.
(Quelle: Fritz Thut)
Es wird das politische Comeback des Jahres: Als Nachfolger des während der Amtszeit auf Ende Jahr zurücktretenden Stadtammanns Hans Huber schlägt der Vorstand der FDP Lenzburg den 56-jährigen Kaufmann Martin Steinmann vor. von Fritz Thut
 

«Er ist prädestiniert für dieses Amt und weit über unsere Parteigrenzen hinweg akzeptiert», ist Lea Grossmann als FDP-Ortsparteipräsidentin froh, mit dem ehemaligen Einwohnerratspräsidenten Martin Steinmann einen Kandidaten für die Vakanz im Stadtrat und gleichzeitig für das Ammannamt präsentieren zu können.

Die FDP-Ortsparteileitung hat schon im Umfeld von Hubers Rücktrittsankündigung am Lenzburger Neujahrsempfang mit verschiedenen Kandidaten Gespräche geführt. Wie Präsidentin Grossmann nun an einer Medienorientierung ausführte, ist Steinmann jedoch der einzige mit Senkrechtstarterpotenzial: «Mit ihm getrauen wir uns, gleich das Stadtammannamt anzupeilen.»

Über den Vorschlag des FDP-Vorstandes wird noch die Parteibasis entscheiden. An der Generalversammlung vom 3. April wird der Kandidat Martin Steinmann definitiv auf den Wahlschild gehoben.

«Eine Chance, die sich auftut»

Bis zu dieser offiziellen Nomination auferlegt sich der «höchste Lenzburger» der Jahre 2004 und 2005, der sich nach seinen Einwohnerratspräsidialjahren aus der aktiven Stadtpolitik zurückzog und sich auf Engagements bei den Ortsbürgern konzentrierte, eine gewisse Zurückhaltung in lokalpolitischen Sachfragen.

Er, der sich bei früheren Anfragen der Partei mit dem Hinweis auf die berufliche Belastung zurückgehalten hat, sieht nun den bevorstehenden Wahlkampf als «Chance, die sich auftut». Nach seinem Abgang als Geschäftsführer eines Lenzburger Traditionsunternehmens übernimmt Steinmann nun Projekt- und Betreuungsmandate und würde das Amt des Stadtammanns im gleichen Rahmen wie Huber ausüben. «Die Stadt steht vor grossen Herausforderungen», skizziert er seine Motivation.

Vizeammann will aufrücken

Unabhängig vom Personalentscheid der FDP hat SP-Vizeammann Daniel Mosimann entschieden, ebenfalls fürs Ammannamt zu kandidieren, wie er gegenüber der az Aargauer Zeitung bestätigte: «Es ist eine reizvolle Aufgabe in einer spannenden Zeit. Es geht immer um Lenzburg und die Lenzburger; es lohnt sich, sich dafür einzusetzen.» Mosimann wird an der GV der SP im März nominiert.

(az)
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