Seetal
Aktualisiert am 23.02.12, um 06:22 von Fritz Thut
 

Mehr Geschwindigkeitskontrollen, aber trotzdem mehr Tempo-Sünder

Der per Anfang 2012 zum Adjutanten beförderte Repol-Seetal-Chef Martin Ott an seinem Büro-Arbeitsplatz. tf
Im letzten Jahr hat die Regionalpolizei Seetal die Zahl der Geschwindigkeitskontrollen deutlich erhöht. Ohne abschreckende Wirkung, denn der Prozentsatz der Übertretungen stieg auf 13 Prozent. von Fritz Thut
 

Dem Jahresbericht 2011 der Regionalpolizei Seetal kann entnommen werden, dass die sieben Polizisten dank der Kooperation mit der Repol Lenzburg ihre «sichtbare Präsenz» auf 8664 Stunden (Vorjahr 6834) erhöht haben. Trotzdem musste der per 1. Januar vom Feldweibel zum Adjutanten beförderte Polizeichef Martin Ott feststellen, dass sich die stundenmässige Aufteilung zwischen Innen- und Aussendienst im Berichtsjahr Richtung Büro verlagert hat.

Ein Grund für den Anstieg des Innendienstes um 1,5 Prozent ist die neue Strafprozessordnung, die mit ihren Vorschriften Auswirkungen bis zu den Regionalpolizei-Korps hat.

40 Prozent mehr Tempokontrollen

Während die Piketteinsätze gegenüber dem Jahr 2010 – auch dank den zusätzlich engagierten Sicherheitsdiensten in den Seegemeinden während den Sommermonaten – kaum zugenommen haben, stieg die Zahl der Geschwindigkeitskontrollen nach dem Taucher im Jahr 2010 wieder deutlich von 89 auf 124 Messungen, also auf den früheren Stand, an. «Damit befolgen wir einen Wunsch der angeschlossenen Gemeinden», erklärt Polizeichef Ott diese Zunahme um fast 40 Prozent.

Fast 48000 Fahrzeuge wurden kontrolliert. Dabei gab es fast 6200 Übertretungen (darunter 114 Anzeigen, der Rest wurde nur gebüsst). Dies entspricht einer Quote von 13 Prozent und diese liegt deutlich höher als in den Vorjahren. «Dies entspricht nicht unseren Erwartungen. Bei mehr Kontrollen werden die Fahrzeughalter in der Regel eher vorsichtiger und halten sich an die signalisierte Höchstgeschwindigkeit. Aber vielleicht setzt dieser Mechanismus bei uns mit einer gewissen Verzögerung ein…», so Ott. In den nächsten Jahren sollen die Geschwindigkeitskontrollen auf dem aktuellen Level gehalten werden.

Wegen personellen Mutationen und gesundheitsbedingte Absenzen konnte die Aus- und Weiterbildung der Seetaler Regionalpolizisten im letzten Jahr nicht im gewünschten Rahmen erfolgen.

Dies hatte Auswirkungen auf die gesamte Leistung, da der Druck ständig zunimmt. Trotzdem stellt Gemeindeammann Nelli Ulmi als Präsidentin des Repol-Ausschusses dem Korps ein gutes Zeugnis aus: «Dank grossem Einsatz konnten die wichtigsten Aufgaben bewältigt werden.»

(az)
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