Heiner Halder
Weil sich der Betrieb im Jugendhaus am Aabach immer mehr auf Partyaktivitäten mit entsprechenden Immissionen vom eigentlichen Verwendungszweck entfernt hatte, wurde das «Tommasini» vor rund einem Jahr geschlossen. Das Kernteam verordnete sich einen Marschhalt, um die Situation zu überprüfen. Aus dessen Reihen wurde dann der Verein Tommasini gegründet, welcher die Institution für die Jugendlichen und junge Erwachsene auf neuer Basis wieder betreiben will. Vorgesehen sind kulturelle Anlässe, Workshops, Diskussionen usw.
Der Stadtrat hat das «Tommasini» deshalb vom Ressort Soziales ins Ressort Kultur verschoben, wie Stadträtin Heidi Berner am AZ-Podiumsgespräch zu den Stadtratswahlen verlauten liess (siehe Seite 51). Stadtrat Daniel Mosimann bestätigt diesen Zuwachs für die Jugendkultur. Das Rahmenkonzept wurde von einer Fachgruppe, zusammengesetzt aus den Bereichen Jugendarbeit, Sozialwesen, Schulpflege und Regionalpolizei, erarbeitet.
Jugendarbeit geht weiter
Weil er sich mit dem neuen Pflichtenheft nicht identifizieren konnte, hat der bisherige Jugendarbeiter Dave Hunziker in der Folge gekündigt, die 50-Prozent-Stelle wird jetzt wieder ausgeschrieben. Ziel ist, die professionelle Jugendarbeit für die Oberstufe zu reanimieren, allerdings ohne Koppelung mit dem ehemaligen Jugendwerkhof. Dieser steht der Jugendarbeitsstelle indes im Gastrecht für eigene Aktivitäten zur Verfügung.
Nachbarn beteiligen sich nicht
Laut Heidi Berner ist die Jugendarbeit strikte auf die Stadt Lenzburg ausgerichtet. Erneut haben die Nachbargemeinden einen Antrag von Lenzburg auf Beteiligung an der Jugendarbeit mit 15 Prozent von Staufen beziehungsweise 5 Prozent von Ammerswil abgelehnt. Deshalb bleibt die Stelle beim Halbamt von 50 Prozent und wird nicht aufgestockt. Zu gegebener Zeit wird öffentlich über diese Neuregelung informiert.