Er war ein Hallwilersee-Ranger der ersten Stunde. Mit über sieben Einsatzjahren der erfahrenste Beschützer der am stärksten genutzten Aargauer Landschaft. Und erst noch derjenige, der im Auftrag des Vereins «Hallwilersee für Mensch und Natur» am meisten unterwegs war: etwa 450 Stunden pro Jahr.

Jetzt ist Jörg Hiltbrunner tot. «Du bist in deinem geliebten Lauterbrunnental in Begleitung deines treuen Hundes Baldur an deinem 54. Geburtstag tödlich verunglückt», schreibt der von Ueli Haller präsidierte Verein in seiner Todesanzeige. Haller ist Gemeindeammann von Meisterschwanden und Chef der Schifffahrtsgesellschaft Hallwilersee.

Ranger Hiltbrunner verunglückte am Donnerstag, 29. Dezember. Er hatte sich laut Kantonspolizei Bern mit seinem Hund auf eine Bergtour in die Region Hinteres Lauterbrunnental begeben und ist von dieser nicht mehr zurückgekehrt.

Tödliche Verletzungen

«Im Bereich Tanzhubel kam der Mann aus noch zu klärenden Gründen zu Fall und stürzte in der Folge rund 60 Meter ab, wobei er sich tödliche Verletzungen zuzog», schreibt die Polizei. Tags darauf war eine Vermisstmeldung eingegangen und am 31. Dezember wurde Jörg Hiltbrunner nach einer grossen Suchaktion mit einem Heli gefunden.

Hiltbrunner war Zinngiesser-Meister in Rohrbach BE. Er gehörte zu den ersten ausgebildeten Rangern der Schweiz. Er war neben dem Seetal auch am Greifensee im Einsatz. Am Hallwilersee gibt es sechs Ranger. (uhg)