Lenzburg
Aktualisiert am 18.02.12, um 20:08 von Anna Wanner
 

Aula des KV-Schulhauses in Lenzburg wurde geflutet

Wasser flutete die oberen zwei Stöcke des KV-Gebäudes.Fritz Thut
In der letzten Etappe der Schulhaussanierung sprengte es im Estrich ein Wasserrohr. Dabei drang am Mittwoch derart viel Wasser aus der Leitung, dass sich die Wände und die Zwischendecken vollsogen. von Anna Wanner
 

«Die Aula und die neuen WC-Anlagen standen drei Zentimeter unter Wasser», berichtet Kathrin Scholl-Debrunner, Vorstandspräsidentin der KV Business School Lenzburg-Reinach. Die Feuerwehr Lenzburg versuchte über Abflusslöcher in der Decke möglichst viel Wasser in Eimern aufzufangen, wie sie auf ihrer Website schreibt. Dann habe sie die Wasserlachen mit dem Wassersauger abgepumpt.

Wieso es das Wasserrohr sprengte, sei nach wie vor unklar, sagt Scholl-Debrunner. «Den definitiven Grund kennen wir nicht. Wir gehen aber davon aus, dass die Leitung wegen der Kälte geborsten war.» Entdeckt habe man den Schaden, als es zu tauen begann und das Wasser ungehindert in die unteren Stockwerke auslief.

Server steht im Trockenen

Betroffen sind laut Scholl-Debrunner die Zimmer in der Dachschräge, die obersten zwei Stöcke des alten Handelshauses. Die Sanierung, die zurzeit läuft, werde verzögert. «Die Wände und Decken müssen erst wieder trocknen», erklärt sie. Wie viel länger der Umbau dauern wird, sei allerdings noch offen. Trotzdem: An der Einweihungsfeier vom 30.März halte man fest. Hingegen müsse der Tag der offenen Tür vielleicht verschoben werden.

Noch am Mittwoch ging die Schulleitung davon aus, Glück im Unglück gehabt zu haben, wie Kathrin Scholl-Debrunner erzählt. Denn heikle Elektronik befinde sich gerade in den oberen Stockwerken. «Der Server blieb zum Glück verschont. Er läuft immer noch.» Einen Tag später stellte man fest, dass Stromleitungen dennoch vom Wasserschaden betroffen sind. Wie hoch die Schadenssumme ausfällt, ist unklar.

Schulstunden fallen keine aus

Immerhin sei der Schulunterricht kaum beeinträchtigt. «Für die Schüler fallen deswegen keine Stunden aus», sagt die Präsidentin des Schulvorstands. Jedoch mussten Lehrer und Schüler teilweise auf Räume der Berufsschule in Lenzburg ausweichen. Andere fanden Asyl bei ihren KV-Schulkollegen im Wynental. Scholl-Debrunner: «Für den Informatikunterricht wurden die Schüler nach Reinach chauffiert.»

Das bestätigt René Bossard, Geschäftsleiter des Regionalbus Lenzburg (RBL). «Kurzfristig mussten wir fürs KV drei Transporte nach Reinach ausführen», sagt er. Am Donnerstag sei zweimal ein Bus von Lenzburg nach Reinach und zurück gefahren und habe rund 20 Schüler transportiert. Am Freitag brachte ein weiterer Bus die Schüler in den Informatikunterricht. Wie lange diese noch pendeln müssen, ist derzeit unklar. René Bossard hat für nächste Woche noch keine neuen Aufträge von der Schulleitung erhalten. Dennoch: Kathrin Scholl-Debrunner kann noch keine Entwarnung geben. «Wir müssen vorzu schauen, ob der Unterricht in unseren eigenen Räumen wieder stattfinden kann.»

(az)
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