Der Langenthaler David Lukas Kohler alias Knackeboul, Jahrgang 1982, ist Rapper, Beatboxer und Moderator in einem. Mit seinem Album «Moderator» hat er die Top 10 der Schweizer Charts geknackt.
Knackeboul, wer sind Sie?
Knackeboul: Ich bin Knackeboul. Eine Kunstfigur nahe an meinem wirklichen Ich, die als Musiker, Entertainer, Moderator, Schreibender, Beatboxer, Rapper, Produzent und selbst ernannter soziokultureller Animator die Schweiz unsicher macht. Ich schwanke zwischen Grössenwahn und Minderwertigkeitskomplexen, beginne Sätze gerne mit einem Lob auf mich selbst, bevor ich dieses im Nebensatz selbstironisch relativiere. Ich bin einer der besten Freestylerapper der Schweiz (Der Beste, Red.) und kann im Handumdrehen aus drei Stichworten aus dem Publikum einen ganzen Song machen, gerne auch eine Trash-Schlagerschnulze.
Dazu bediene ich mich meines Loopgerätes «Gudrun», das mich seit Jahren begleitet und meine Stimme aufnehmen und endlos abspielen kann. Mit Gudrun habe ich schon auf der ganzen Welt Konzerte gespielt. Ich bin aber auch mit meiner Band, den Mundartisten, unterwegs. Wir vermischen Sprechgesang, Beatbox (Mundperkussion) mit Live-Instrumenten zu einem Stilmix aus Blues, Indie-Rock, Dubstep und Hip-Hop.
Die Mundartisten sind Band, Plattenlabel, Musikstudio und Agentur in einem. Ein Freundeskreis und Künstlerkollektiv mit Wurzeln im Oberaargau. Mit meinen Jungs habe ich mein aktuelles Solo-Album «Moderator» in die Top10 der Schweizer Hitparade gebracht und damit bewiesen, dass auch Musik mit Tiefgang, Ecken und Kanten die breite Bevölkerung interessiert.
Wieso soll man an Ihr Konzert gehen?
Weil man von einem Knackeboul-Konzert unabhängig von Musikgeschmack und Alter viele tolle Erlebnisse mit nach Hause nehmen kann. Ich fülle in der Schweiz noch nicht die grossen Hallen, aber jeder, der mal an einem Konzert war, kommt immer und immer wieder.
Auf der Bühne gibt es krasse Band-Action von einer 6-köpfigen Truppe, von der jeder einzelne Kopf Charakter hat. Es ist eine Achterbahn der Gefühle mit einer ausgeklügelten Lichtshow und freakigem Bühnenbild. Dazu gibts Mitsing-Momente und interaktive Freestyle-Sessions mit «Gudrun». Man kann einen witzigen Gegenstand mit ans Konzert bringen, ihn während der Freestyle-Session in die Luft strecken, und schon ist er Bestandteil eines Spontan-Songs.
Ich würde mich also freuen, viele von euch mit oder ohne Gegenstand am Freitag im KiFF begrüssen zu dürfen. Dann könnt ihr euch selbst überzeugen, dass in diesem Text für einmal weder Grössenwahn noch Komplex aus mir sprach, sondern realitätstreuer Enthusiasmus.
KiFF, Knackeboul «Moderatour», Freitag, 24. Februar, ab 21 Uhr. www.knackeboul.ch