Zumba
Aktualisiert am 24.01.12, um 12:28 von Madlaina Balmer
 

Feuriges Stampfen und Schwitzen in der Mittagspause

Im Kurs bewegt man sich zu Salsa, Merengue und Cumbia.
Im Kurs bewegt man sich zu Salsa, Merengue und Cumbia.
Der Fitnesskurs aus Amerika findet auch in der Region grossen Zulauf, vor allem bei Frauen. Südamerikanische Musik und einfache Bewegungen machen den Kurs zum beliebten Mittagserlebnis. von Madlaina Balmer
 

In der Sporthalle der Migros Klubschule im Gundeldinger-Quartier geht es über Mittag heiss zu und her. Eine Gruppe wild gewordener Frauen stampfen zum Rhythmus der Musik. Laut dröhnen die Bässe und der portugiesische Gesang aus den Boxen. Mitten in der Gruppe steppt der junge Kursleiter David Leon aus Magden AG. Er feuert die Teilnehmerinnen mit einsilbigen Rufen an und klatscht in die Hände. Sie springen in die Luft, bewegen sich nach links und rechts, klatschen in die Hände und schwingen die Hüften.

Bei Zumba spielt die Musik eine tragende Rolle. Verschiedene Elemente aus Salsa, Hip-Hop, Reggaeton und afrikanischer Musik paaren sich zu einem Ganzen und regen die Gruppe zu vielseitigen Bewegungen an. «Erlaubt ist, was Spass macht», erklärt Leiter Leon. Er achte darauf, dass die Choreografien nicht zu schwierig seien. So, dass jeder mitmachen könne.

Niemand wird korrigiert

Der Kursleiter schafft es, Frauen zwischen 20 und 55 Jahren zum Schwitzen zu bringen. Die Teilnehmer werden im Kurs weder kritisiert noch korrigiert. Viel mehr wiederholt der Leiter die Abfolgen für alle immer wieder. Ganz im Sinne von «Learning by Doing», versucht die Gruppe die Schritte nachzumachen. Keiner hat also das Gefühl zu versagen, etwas falsch zu machen oder die anderen zu behindern.

«Für den Leiter ist dies der anstrengendste Kurs», erklärt Yvonne van Randwijk, Leiterin Bewegung, Entspannung und Tanz, Migros Klubschule Basel. Nicht weil er nicht schimpfen kann, sondern da er oft mehrere Lektionen unterrichte und ununterbrochen mitmache. Nach jedem Musikstück gibt es eine kurze Pause, die zum Trinken genutzt wird.

Gut für Herz-Kreislauf

Während des Trainings werden die Gesichter immer röter. Die Schweissperlen bilden sich auf den Stirnen. «Das Training ist sehr intensiv», erklärt van Randwijk. Die Teilnehmer trainierten Kraft und Koordination. Sie verbrauchten dabei überdurchschnittlich viel Energie. Zu-
dem wirke sich das Training positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus. Viele Kursteilnehmer kämen in ihrer Mittagspause in den Zumba-Kurs, weiss van Randwijk. Die Nachfrage nach dem Training sei gross.

Am Ende der Lektion fährt der Leiter das Fitness-Tempo wieder herunter. Viele atmen erleichtert auf. Zum Lied von Xavier Naidoo, «Alles kann besser werden», widmen sich die Teilnehmerinnen nun bewusst ihrem Atmen und dehnen ihre Muskeln.

Gerda Jirschik erklärt, dass sie ein grosser Zumba-Fan sei. Von ihrer Schwiegertochter habe sie von dem Fitnessprogramm erfahren. Sie mag die Bewegungen zur Musik. «Das tut meinem Körper gut», schmunzelt sie.

(az)
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