Das Schloss Klingnau stammt aus dem 13. Jahrhundert. Der Gründer des Ortes, Ulrich von Klingen, errichtete einen Wohnturm. Sein Sohn Walther verkaufte das Städtchen 1269 an den Bischof von Konstanz – dabei wechselte auch das Schloss den Besitzer. Die neuen Eigentümer bauten mehrmals an, das Schloss wurde Sitz der Landvögte des Bistums Konstanz, gelegentlich residierte auch der Bischof darin. Im 16. Jahrhundert war das Schloss derart baufällig, dass es im Jahre 1582 völlig neu aufgebaut wurde. Heute steht im Erdgeschoss der historisch renovierte Rittersaal für festliche Anlässe zur Miete offen. Weiter gibt es eine Ludothek sowie Räume, die für Sitzungen, Apéros oder zur amtlichen Trauung genutzt werden. Gejasst wird hier mit deutschen Karten.

Schloss Böttstein

Schloss Böttstein

Schloss Böttstein: Burg, Baubüro, Hotel

Das Schloss Böttstein befindet sich am Rande des gleichnamigen Dorfes am linken Aareufer. Das Adelsgeschlecht «Freie von Böttstein» lebte hier vom 11. bis zum 13. Jahrhundert auf der Burg Böttstein (Begriffe Burg und Schloss: siehe Haupttext unten). Nach diversen Handwechseln kauften 1606 die Brüder von Roll von Altdorf UR das Anwesen. Von 1615 bis 1617 wurde anstelle der Burg die heute denkmalgeschützte Schlossanlage mit Herrenhaus und Kapelle gebaut. 1964 kauften die Nordostschweizerischen Kraftwerke (heute Axpo) das Schloss und richteten darin während des Baus des AKW Beznau ihr Baubüro ein. 1974 folgte ein Umbau zum Hotel- und Tagungszentrum, das bis heute Bestand hat. Gejasst wird hier mit deutschen Karten. 

Schloss Lenzburg

Schloss Lenzburg

Schloss Lenzburg: Die Königin der Schlösser

Sie ist nicht nur die grösste Burganlage im Aargau, sie zählt auch zu den ältesten und bedeutendsten Höhenburgen der Schweiz: Schloss Lenzburg. Es entstand im 11. Jahrhundert und wurde 1036 erstmals urkundlich erwähnt. Bewohnt war es von den Grafen von Lenzburg, die im Seetal herrschten. Ab 1173 war das Schloss im Besitz der Staufer, ab etwa 1230 der Kyburger und ab 1273 der Habsburger. Nach der Eroberung des westlichen Aargaus durch die Stadt Bern im Jahr 1415 diente es über dreieinhalb Jahrhunderte lang als Sitz der Berner Landvögte. Später wurde es Knabeninstitut, privates Wohnschloss. Seit 1956 ist Schloss Lenzburg öffentlich zugänglich, heute als Standort des Museums Aargau. Gejasst wird hier mit französischen Karten. 

So wird der Jasskönig erkoren

Die az sucht in Zusammenarbeit mit Aargau Tourismus den az-Jasskönig. Die Turniere werden von Februar bis Mai 2017 auf den schönsten Aargauer Schlössern ausgetragen. Bei ausgelassener Stimmung, in historischem Ambiente und mit interessanten Persönlichkeiten können Jass-Freunde, Meinungsmacher aus Politik und Wirtschaft sowie az-Redaktoren gemeinsam um den Titel spielen. Die Idee stiess bei unserer Leserschaft auf Begeisterung: Bereits sind alle Qualifikationsrunden ausgebucht. Die Turniere beginnen um 17 Uhr und dauern bis ca. 22.30 Uhr. Dazu gehört immer ein Rahmenprogramm, das eine kulturelle Zeitreise verspricht. Gespielt wird Einzelschieber über drei Passen à 12 Spielen. Die Partner werden zugelost, es spielen alle gleich lang. Die höchsten Punktzahlen gewinnen. Die zehn Besten je Abend qualifizieren sich für den Final vom 26. Mai. (rio)

Schloss Wildegg

Schloss Wildegg

Schloss Wildegg: Historische Gärten

Das Schloss Wildegg wurde nach 1200 als Burg gegründet, wechselte danach mehrmals seine Besitzer und gelangte gegen Ende des 15. Jahrhunderts in die Hände der Familie Effinger, die während imposanten elf Generationen hier zu Hause war. Nach deren Aussterben 1912 fielen Schloss und Domäne an die Eidgenossenschaft. Seit 2011 befindet sich die Schlossdomäne in Form einer Stiftung im Besitz des Kantons Aargau und wird heute vom Museum Aargau bewirtschaftet. Die feudale, die Landschaft überragende Domäne mit Schloss, Nutz-, Lust-, und Rosengarten, Rebberg, Wald, Gutshof und Nebengebäuden ist im Wesentlichen erhalten geblieben und in ihrem konservierten Zustand einzigartig in der Schweiz. Gejasst wird hier mit französischen Karten. 

Schloss Hallwyl

Schloss Hallwyl

Schloss Hallwyl: Vom niederen in den hohen Adel erhoben

Im späten 12. Jahrhundert gründeten die Herren von Hallwyl am Aabach, 700 Meter nach dem Abfluss am Nordende des Hallwilersees, eine Burganlage. Der sumpfige Talgrund wurde bewirtschaftbar gemacht. Ein Hof diente der Selbstversorgung der Burgbewohner. Der wachsenden und an Bedeutung gewinnenden Familie von Hallwyl wurde die Turmburg zu eng. Sie bauten nebenan repräsentativ neu. Die Familie engagierte sich derart – auf Schlachtfeldern, an europäischen Höfen, in Wissenschaft, Politik, Handel – dass sie später vom niederen in den Hochadel erhoben wurde. Heute gehört das Schloss dem Kanton und ist Standort des Museums Aargau. Am Jasskönig-Final wird mit deutschen und französischen Karten gespielt.