Anfang Oktober möchte der Gemeindeverband des Bezirks Laufenburg seine neuen Räumlichkeiten im «Zentrum Hinterer Wasen» beziehen. Ob das reicht, ist derzeit offen, denn die Bauarbeiten beim Alten Grundbuchamt sind im Verzug.

Wie der Laufenburger Stadtammann Herbert Weiss auf Anfrage sagt, ist es bereits Ende des vergangenen Jahres zu Verzögerungen gekommen. «Die Betonarbeiten waren aufwendiger als prognostiziert», so Weiss. Der frostige Januar hat dann noch zu weiteren Verzögerungen geführt. Laut Weiss brachte der Kälteeinbruch die Bauarbeiten eine weitere Woche ins Hintertreffen.

Büros sind gekündigt

Derzeit wird der Zeitplan überarbeitet, Ende März soll er vorliegen. Dann wird gemäss dem Stadtammann auch definiert, wann der Gemeindeverband wirklich einziehen kann. Dieser hat zwar mit einem Vertreter Einsitz in der Baukommission Altes Grundbuchamt und ist deshalb aus erster Hand informiert – macht sich aber derweil dennoch Sorgen, ob seine zeitlichen Planungen aufgehen. «Wir hatten bei den bestehenden Liegenschaften lange Kündigungsfristen», erklärt der Präsident des Gemeindeverbandes, der Wittnauer Gemeindeammann Werner Müller. Die Räumlichkeiten im «Roten Löwen» und an der Wasengasse in Laufenburg hat der Verband deshalb bereits auf Ende Oktober gekündigt. «Wir werden nun aber das Gespräch mit den Vermietern suchen, um zu sehen, ob wir bei Bedarf etwas länger in den Räumlichkeiten bleiben können.»

Kein Einfluss auf die Baukosten

Gemäss Herbert Weiss haben die Verzögerungen keinen Einfluss auf die Baukosten. Auch der komplette Ausbau des Dachstocks, der im ursprünglichen Projekt nicht vorgesehen war, habe «aktuell in den bewilligten Krediten Platz». Planungs-, Projektierungs- und Ausführungskredit belaufen sich zusammen auf rund 5,4 Millionen Franken.

Der ausgebaute Dachstock wird künftig ebenfalls vom Gemeindeverband genutzt. Er siedelt im «Zentrum Hinterer Wasen» den Kinder- und Erwachsenenschutzdienst, die Jugend- und Familienberatung, die Mütter- und Väterberatung und den Logopädischen Dienst an. Die beiden Letzteren werden jedoch laut Werner Müller auch künftig Aussenstationen haben.