Soldaten des Grenz-Füsilierbataillons (Gz Füs Bat) 244 waren nach der Mobilmachung in Magden eingerückt und begannen im Oktober 1939 mit dem Bau der Bunkeranlage im Steinbruch beim Engnis, das sich zwischen Magden und Rheinfelden befindet.

Nachdem diese Festungsanlage aus dem Zweiten Weltkrieg für das Verteidigungsdispositiv der Armee nicht mehr benötigt wurde, bot der Bund der Gemeinde Magden das Felsenwerk Ängi Ost im Jahr 2012 zum Kauf an. Der Gemeinderat beantragte der Ortsbürger-Gemeindeversammlung vom Juni 2012, das Grundstück mit 1778 Quadratmetern zu einem Franken pro Quadratmeter zu erwerben. Gleichentags wurde der Einwohner-Gemeindeversammlung ein Kredit über 82 000 Franken beantragt, um die Anlage für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dabei ging es insbesondere um den Ersatz der Leiter durch eine Spindeltreppe innerhalb der mehrgeschossigen Anlage. Weiter war die Anlage neu zu elektrifizieren. Zusätzliche Ausgaben betrafen die Erschliessung als auch die Sicherheit sowie die originalgetreue Möblierung und Ausrüstung. Das Projekt wird aus dem Lotteriefonds des Kantons Aargau mit einem Beitrag von 5000 Franken unterstützt.

Bereits 2006 konnte die Ortsbürgergemeinde die deutlich kleinere Befestigungsanlage Ängi West erwerben. Diese Anlage kann nach Voranmeldung ebenfalls besichtigt werden.

Einweihung Bunker Ängi Ost in Magden

Militärhistorischer Zeitzeuge

Der Gemeinderat übertrug inzwischen dem gegründeten gemeinnützigen Bunkerverein Magden mittels Leistungsvereinbarung den Unterhalt und Betrieb der Anlage(n) sowie die Organisation von Führungen. Der Bunkerverein wird durch alt Gemeinderat Peter Schneider präsidiert. Der Gemeinderat ist im Vorstand durch Gemeinderat Rudolf Hertrich vertreten, wie von Gemeindeschreiber Michael Widmer zu erfahren war. Ziel ist der Erhalt der Festungsobjekte als militärhistorische Zeitdokumente für die Nachwelt.

Die imposante Bunkeranlage Ängi Ost, die sich im Fels über zwei Etagen erstreckt, mit Waffen (Kanone, Maschinengewehre, Karabiner) ausgestattet und mit verschiedenen militärischen Utensilien versehen ist, konnte nun eingeweiht und besichtigt werden. Gemeindeammann Brunette Lüscher hielt in ihrer Begrüssung an der Eröffnungsfeier fest, dass sich der Gemeinderat dazu entschlossen habe, die Anlage vor der Zubetonierung zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Festung vom Bunkerverein instand gestellt

Im Beisein der Bevölkerung erläuterte der Militärhistoriker Max Rudolf die Lage der Dinge aus damaliger Sicht, während Peter Schneider, Präsident des Bunkervereins Magden, auf die Instandstellungsarbeiten in der Anlage Ängi Ost einging, bevor schliesslich die staunenden Besucher gruppenweise durch die Anlage geführt wurden.