Das Holzheizkraftwerk in Eiken konkretisiert sich weiter. Die Baubewilligung für den 60-Millionen-Bau wurde schon vor über einem Jahr erteilt. Nun sind die Abschlussverhandlungen in vollem Gang. Im Herbst gingen die Verantwortlichen noch von einem Baustart im Januar aus, dieser Termin kann nun nicht eingehalten werden. Die Klärung von Vertragsdetails habe mehr Zeit in Anspruch genommen, erklärt Philip Wernli, Leiter Marketing und Kommunikation der Engie Services AG. Die Verträge seien auch jetzt noch nicht unterschrieben. «Wir sind aber sehr optimistisch, dass dies bald der Fall sein wird», so Wernli weiter. Als neuer Termin für den Baustart nennt er «das zweite Quartal 2017».

Rund 25 Lastwagen pro Tag

Das Holzheizkraftwerk wird von einer Projektgesellschaft finanziert und betrieben, an der die Engie Services AG zu 60 Prozent und das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich ewz zu 40 Prozent beteiligt sind. Es soll die bestehende, mit Erdgas und Heizöl betriebene Anlage ersetzen. Pro Jahr sollen künftig 221 Gigawattstunden Dampf und 48 Gigawattstunden Strom produziert werden, wovon ein Teil ins öffentlich Netz eingespeist werden soll. Für die Produktion werden jährlich rund 110 000 Tonnen Holzschnitzel verbrannt. Dies entspricht 20 bis 25 Lastwagen pro Werktag.

Das Kraftwerk soll künftig die Energieversorgung des DSM-Werks im Sisslerfeld gewährleisten. Gemäss Philip Wernli laufen zudem auch Gespräche mit Syngenta und Novartis. «Grundsätzlich können sich bei Interesse weitere Nutzer anschliessen», sagt Wernli. Die konkreten Bedürfnisse müssten jeweils geprüft werden. Interessant könnte dies allenfalls für Unternehmen werden, die sich künftig auf dem Sisslerfeld ansiedeln. Einfluss auf die Planungen des Heizkraftwerks habe der angestrebte Areal-Verkauf im Sisslerfeld allerdings nicht, so Wernli.