Gipf-Oberfrick
Aktualisiert am 11.02.12, um 16:53 von Walter Christen
 

Hier soll die grösste Spielanlage im Oberen Fricktal entstehen

Die Schüler Jonas (links) und die beiden Maurice auf dem Gelände der projektierten Spiel- und Bewegungslandschaft in Gipf-Oberfrick. chr
Die auf diesen Frühling geplante Spiel- und Kletteranlage in Gipf-Oberfrick, wird eine der grössten Einrichtungen dieser Art im oberen Fricktal. Es soll eine Bewegungslandscharft mit Vogelnestschaukel geben. von Walter Christen
 

Die Schuljugend darf sich jetzt schon auf die grosse Spiel- und Bewegungslandschaft freuen, die am Ende der grossen Rasenfläche beim Unterstufenschulhaus in Gipf-Oberfrick diesen Frühling (Grössenordnung im April) erstellt werden soll.

Es handelt sich aber nicht um einen (Kinder-)Spielplatz im herkömmlichen Sinn, sondern um ein optisch und geografisch mit Hügeln aufgegliedertes Gelände mit massiven Spiel- und Bewegungsgeräten für Kinder und einem Platz zum Verweilen für Erwachsene.

Förderbandtrampolin, Bärentritt

Die vorgesehenen Geräte tragen zum Teil recht abenteuerliche Bezeichnungen und versprechen grossen Spass bei der Benützung: Vogelnestschaukel, Seildschungel, Hangelbalken, Förderbandtrampolin, Mikadostämme, Rutschstangen, Tarzanseil und Bärentritt. Daneben sind auch Häuschen mit Hängebrücke, ein Balancierstamm und eine Weidenarkade beziehungsweise ein Weidenlabyrinth geplant. Vom so genannten Lümmelbalken versprechen sich sowohl die Macher mit der involvierten Spielplatzgestaltungsfirma Norisk-Nofun aus Wettingen als auch die an das Schulareal angrenzende Nachbarschaft eine gewisse Beruhigung auf dem Areal. Denn der Lümmelbalken in der äussersten Ecke des Platzes besteht aus massiven Holzstämmen und soll eine Sitzbank imitieren.

Die Hügel werden unterschiedlich hoch gestaltet, jedoch nicht höher als 1,5 Meter. Der Drehpunkt des Kardangelenks der Vogelnestschaukel befindet sich 3,2 Meter über dem Fallschutz, die maximale Häuschen-Podesthöhe beträgt 3 Meter (Dach ist nicht bekletterbar). Die ausgelegten und verwendeten Holzstämme auf dem Areal bestehen aus entsplintetem und geschliffenem Robinienholz, die Seile der diversen Geräte sind aus Polypropylen, sogar mit Stahlseileinlagen. Beim Fallschutzmaterial handelt es sich um Rundkies mit einer Körnung von 4 bis 6 Millimetern.

Die Schule Gipf-Oberfrick realisiert, zusammen mit dem Elternteam, der Arbeitsgruppe Pausenplatz, Vertreterinnen und Vertretern der Lehrerschaft, dem Coach des Schülerrats und der koordinierenden Firma Norisk-Nofun (Bauleitung), die Spiel-, Kletter- und Bewegungslandschaft. Das Baugesuch liegt noch bis zum 3. März in der Gemeindekanzlei zur öffentlichen Einsichtnahme auf. Der Baustart ist in der zweiten Hälfte April vorgesehen.

Schüler können beim Bau helfen

Wie Thomas Meierhans von der Schulpflege an einem von rund 20 Personen besuchten Informationsanlass über das Projekt Spiel- und Bewegungslandschaft erwähnte, ist es durchaus möglich, dass Schulklassen beim Bau der Anlage mithelfen können, allenfalls unterstützt von Eltern und weiteren Gruppen.

Gemeinderat Jos Bovens erinnerte daran, dass der entsprechende Budgetposten im November 2011 mit dem Voranschlag von der Gemeindeversammlung genehmigt wurde. Die Anlage wird rund 90000 Franken kosten. Schulleiterin Ursi Truttmann zeigte sich erfreut darüber, dass diese Anlage nun – auf Wunsch der Schulkinder – gebaut werden kann.

(az Aargauer Zeitung)