Amtliche Darstellung: 1203 sind gültig, 715 wären mindestens notwendig gewesen.
Nun geht es ans «Eingemachte», denn ein Referendumskomitee steigt in die politische Diskussion um das Projekt ein. «Wir sind überzeugter denn je, dass dieses Projekt überarbeitet werden muss. Die folgenden Punkte sind uns dabei wichtig», betont Roland Agustoni, Grossrat und Rheinfelder GLP-Chef namens des neu gegründeten Komitees.
Sicherheitsbedenken
Für Geh- und Sehbehinderte und Personen mit Kinderwagen oder Rollator müsse die Rampe beim Ochsenkreisel unbedingt bestehen bleiben. Ferner gehe es darum, aus Sicherheitsüberlegungen «und um absehbaren Stau zu verhindern», dass der Bus auch künftig in Haltebuchten anhalten kann. Auf der Höhe des Schulhauses Schützenmatt müsse zwingend für die Schülerinnen und Schüler eine sichere Querung geschaffen werden, so der Sprecher des neuen Referendums-Komitees.
Auf den Kreisel beim Coop müsse aus verkehrs- und sicherheitstechnischen Überlegungen verzichtet werden. «Wir werden unsere Forderungen detaillierter begründen.» Für Fragen und Anregungen stünden nun Verena Dörflinger, Roland Agustoni, Sonja Kindler, Roland Häusel, Monika Deuber zur Verfügung. Dabei handle es sich nicht um «speziell orientierte Parteileute».
Strassensanierung ist unvermeidbar
In der zurückliegenden Diskussion ging es speziell auch darum, ein Konzept zu finden, dass die Rampe zur Fussgänger-Unterführung bestehen bleiben kann. «Rampe und Kreisel beim Ochsen geht nicht», bestätigte Sibylle Hunziker vom Aargauer Baudepartement an einem Informationsabend der FDP Rheinfelden. Ihr Kollege Alex Joss unterstrich dann, dass eine Strassensanierung unvermeidbar sei.
Rheinfeldens Verkehrsstadtrat Hans Gloor appellierte daran, das Gesamtkonzept für die Kaiserstrasse zu akzeptieren. Die Detailplanungen bis zur Projektreife könnten durchaus noch überdacht werden, räumte er ein. Er warnte davor, «Angst zu machen», denn Kreisel hätten sich bewährt und böten «Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer», so Gloors Einschätzung.
Baustadtrat Oliver Tschudin (SP) empfahl am FDP-Abend, das «Gesamtsystem» anzuschauen und riet, nicht einzelne Elemente herauszunehmen. Das Sanierungsprojekt diene der Verkehrssicherheit und einer Aufwertung der Stadt. GLP-Agustoni meinte, für den Sicherheitsaspekt sei noch der Beweis zu erbringen.