Rheinfelden
Aktualisiert am 20.02.12, um 06:22 von Catarina Martins
 

Die Fasnächtler lieben grenzenlose Narrenfreiheit

Quelle: az
Quelle: Catarina Martins
Am 32. Umzug über die alte Rheinbrücke gab es trotz der Sanierungsarbeiten keine Probleme.Das viertägige Fasnachtsfeiern fand somit seinen Höhepunkt. von Catarina Martins
 

Nach der arktischen Kälte und dem mehr oder weniger starken Schneefall der letzten Wochen war Frau Holle gestern beim 32. Grenzüberschreitenden Fasnachtsumzug beider Rheinfelden guter Dinge und schenkte den Fasnächtlern Sonnenschein sowie milde Temperaturen.

Im Städtli füllte sich die Marktgasse und vereinzelt lugten maskierte, kauende und zu Guggenmusik gehörrende Fasnächtler aus den Fenstern. Unten auf der Strasse flitzten dieses Jahr verdächtig viele kleine Ritter umher. Als um 14.11 Uhr die ersten Cliquen und Narren erschienen, versteckten sich Schmetterlinge und Prinzessinnen hinter ihren Eltern, streckten aber die Hände nach Süssem aus.

Die Frechsten unter den kleinen Kostümierten legten sich mit Hexen, Wildschweinen und Teufeln an. Katzen, Vampire und andere närrische Gestalten warfen die Arme in die Luft, als sich Konfetti vermischt mit Lollis, Suggus und Gummibärchenpackungen über ihren Köpfen ergoss. Die Cliquen und Guggen genossen ihre Narrenfreiheit in vollen Zügen, vollführten ihre Choreografien und spielten Streiche, schreckten dabei weder vor Gross noch Klein zurück. So mancher von ihnen nahm unter der Jacke ein grossen Konfetti-Vorrat für das nächste Jahr mit nach Hause.

Die Vertreter der Fasnachtsgesellschaft Rheinfelden (FGR) und der Narrenzunft Badisch Rheinfelden verteilten Plastikrosen an die Schaulustigen. Die Rhy Waggis hatten ihren Wagen mit den Flaggen der Eurokrisenländer behängt.

Die Rheinfelder Fasnachtslaterne, die von der Laufclique Armlüchter gezogen wurde, war eines der schönsten Highlights in diesem Jahr. Weitere nicht aus dem Fricktal oder deutschen Raum stammende Gruppen waren unter anderem die Blächschmelzer aus Winterthur, Le furz de Bärn und Zwäsi-Guggeaus Brugg. Gegen 15.30 Uhr strömten die Narren über die Rheinbrücke zu den deutschen Nachbarn hinüber.

(az)
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