Sie schmücken zahllose öffentliche Gebäude, etwa das Kreisspital für das Freiamt in Muri, Gemeinderatszimmer und auch private Wohnungen. Unverkennbar im Stil, zieren sie auch seit vielen Jahren beispielsweise den Freiämter Kalender. Das von ihm gestaltete Millenniums-Los machte ihn in der ganzen Schweiz bekannt. Aus Anlass seines 70.Geburtstags erschien 2001 ein umfangreiches Buch über den Freiämter Maler und Grafiker. Neben biografischen Ausführungen und der Würdigung seiner künstlerischen Fähigkeiten stellte das Buch in zwölf thematischen Gruppen Bilder und Grafiken Villigers vor.

Eigenes Atelier

René Villiger ist, zusammen mit seinen Brüdern Marcel und Theo, in Sins aufgewachsen. Der Vater, Theodor Villiger, hatte 1924 von Theodor Amhof die Druckerei übernommen. Zeichnen und Gestalten waren für René Villiger bereits in der Primarschule das Wichtigste, wie auf sei-
ner Homepage nachzulesen ist. Seine beiden Lehrer an der Kunstgewerbeschule in Luzern, Max von Moos und Werner Andermatt, erkannten Villigers Talent und förderten ihn in seiner Ausbildung zum Grafiker. 1953 machte er sich in Zürich selbstständig und führte ein Grafik- und Werbebüro. 1974 eröffnete er sein Atelier in Sins. 1992 unterstützte René Villiger seine damaligen Mitarbeiter bei der Gründung der Werbe- und Grafikfirma Atelier A4, die ihre Lokalitäten zuerst am Einhornplatz in Sins und seit einigen Jahren im Industriequartier in Rotkreuz hat. Hier arbeiten heute 15 junge Frauen und Männer. René Villiger blieb als Verwaltungsratspräsident dem Atelier eng verbunden.

Erste Adresse

René Villiger war stets mit dem Skizzenbuch unterwegs. Er liebte die Freiämter und die Landschaft, was sich in seinen Arbeiten niederschlug. Er schuf zahllose Bilder für Kalender und Programmhefte, war Vereinen eng verbunden, zeichnete Signete und erarbeitete Illustrationen für Bücher und Lehrmittel. Galt es, einen Gemeindeammann oder verdienten Vereinspräsidenten mit einem wertvollen Geschenk zu verabschieden, war René Villiger die erste Adresse. Dabei blieb der Künstler immer bescheiden und volksverbunden. Seine Arbeit bezeichnete der Künstler als seine grösste Leidenschaft.

Die Trauerfeier für René Villiger findet am kommenden Samstag, 30. Oktober, 9 Uhr, in der Pfarrkirche Sins statt.